Adidas Aktie: Analysten ziehen die Notbremse

Zwei Analystenhäuser korrigieren ihre Einschätzung zur Adidas-Aktie nach unten und senken die Kursziele deutlich, da sie die Konsenserwartungen für 2026 als zu hoch ansehen.

Kurz zusammengefasst:
  • RBC und Goldman Sachs senken Adidas-Kursziele
  • Schwache Aktienreaktion auf positive Handelsnachrichten
  • Technische Analyse sieht noch Renditechancen
  • USA als wichtiger Absatzmarkt für Adidas

Die Adidas-Aktie steht unter Druck. Gleich zwei Analystenhäuser haben ihre Einschätzung in dieser Woche nach unten korrigiert – und das mit deutlichen Worten. Die kanadische Bank RBC senkte das Kursziel von 190 auf 160 Euro und stufte die Aktie am Freitag von „Outperform“ auf „Sector Perform“ ab. Die Begründung: Die Konsensschätzungen für 2026 seien zu hoch angesetzt.

Analyst Piral Dadhania räumt zwar ein, dass sich der Sportartikelhersteller in einem schwierigen globalen Marktumfeld ordentlich schlage. Doch er sieht kaum noch Kurstreiber – trotz der niedrigen Bewertung, die die Aktie aktuell stütze. Auch Goldman Sachs schraubte das Kursziel deutlich nach unten und prognostiziert, dass das Wachstum der gesamten Sportartikelbranche vorerst ausgebremst bleibe.

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Verdächtig schwache Reaktion auf Trump-Kehrtwende

Besonders auffällig: Als US-Präsident Donald Trump die mehreren europäischen Ländern angedrohten zusätzlichen Einfuhrzölle zurücknahm, reagierte die Adidas-Aktie kaum. Anfängliche Kursgewinne verpufften im Tagesverlauf, am Ende stand ein unveränderter Schlusskurs. Für eine Aktie mit den USA als wichtigem Absatzmarkt ist das ein überraschend schwaches Signal.

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Die Marktteilnehmer scheinen sich also nicht von positiven Nachrichten überzeugen zu lassen. Die Zurückhaltung deutet darauf hin, dass die Probleme tiefer liegen als nur bei möglichen Handelshemmnissen.

Renditechance trotz düsterer Aussichten?

Trotz der massiven Kurszielsenkungen sieht das technische Analyse-Modell von index-radar.de noch Potenzial. Ein Capped-Bonus-Zertifikat auf die Adidas-Aktie bietet demnach einen Sicherheitspuffer von mehr als 20 Prozent sowie eine Renditechance von 24,6 Prozent pro Jahr. Ob diese Konstruktion in der aktuellen Marktlage überzeugen kann, bleibt jedoch fraglich.

Unterdessen expandiert das US-Label Victoria’s Secret nach Deutschland und wird im Sommer seine erste reguläre Filiale in der Hamburger Mönckebergstraße eröffnen. Die Franchise-Partnerin PTH Group betreibt hierzulande bereits knapp 60 Läden bekannter Marken – darunter auch Adidas.

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