Adidas Aktie: Das 400-Millionen-Problem
Adidas kämpft mit hohen US-Strafzöllen, die die Margen belasten, setzt aber zugleich auf die Fußball-WM als Umsatztreiber. Insiderkäufe und eine höhere Dividende signalisieren Vertrauen.

Kurz zusammengefasst
- US-Zölle kosten Konzern rund 400 Millionen Euro
- Fußball-WM 2026 als zentraler Umsatztreiber
- Insider kauften Aktien nahe Jahres-Tief
- Dividende steigt auf 2,80 Euro je Aktie
Die Aktie des Sportartikelherstellers hat sich zuletzt etwas stabilisiert. Am Freitag schloss das Papier bei 146,15 Euro und eroberte damit knapp die 50-Tage-Linie zurück. Seit Jahresbeginn steht allerdings weiterhin ein Minus von gut 13 Prozent auf der Kurstafel. In den kommenden zehn Handelstagen entscheidet sich nun, ob der jüngste Aufwärtstrend Bestand hat. Zwei Großereignisse werfen ihre Schatten voraus.
Zoll-Belastung drückt auf die Margen
Am 29. April präsentiert der Vorstand die Ergebnisse für das erste Quartal. Im Zentrum steht dabei ein geografisches Klumpenrisiko. Neue US-Strafzölle auf Lieferungen aus Vietnam treffen das Unternehmen hart. Das südostasiatische Land verantwortet 27 Prozent des gesamten Produktionsvolumens und 41 Prozent der weltweiten Schuhfertigung.
Eine schnelle Verlagerung der Lieferketten scheidet aus. Alternativen wie Indonesien oder Indien sind ebenfalls mit hohen Zöllen belegt. Währungseffekte und die US-Abgaben kosten den Konzern in diesem Jahr voraussichtlich rund 400 Millionen Euro. Das Management korrigierte das Ziel für das operative Ergebnis bereits auf etwa 2,3 Milliarden Euro nach unten.
Weltmeisterschaft als Gegenpol
Parallel dazu läuft die Marketingmaschinerie für das wichtigste Sportereignis des Jahres an. Die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 gilt als zentraler Umsatztreiber für das zweite Halbjahr. Als offizieller Partner rüstet der Konzern unter anderem Argentinien und Spanien aus.
Besondere Aufmerksamkeit zieht das Trikot der deutschen Nationalmannschaft auf sich. Nach mehr als sieben Jahrzehnten läuft die DFB-Elf zum letzten Mal in den Trikots mit den drei Streifen auf. Das verleiht der Kollektion eine hohe emotionale Bedeutung und dürfte die Verkaufszahlen zusätzlich stützen.
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Insider greifen auf tiefem Niveau zu
Trotz der fundamentalen Herausforderungen lockt das aktuelle Kursniveau Käufer an. Großaktionär Nassef Sawiris investierte Ende März rund 11 Millionen Euro in Unternehmensanteile. Auch Finanzchef Harm Ohlmeyer erwarb privat Papiere im Wert von gut 330.000 Euro. Die Käufe fanden nahe dem 52-Wochen-Tief von 130,60 Euro statt.
Auf der Hauptversammlung am 7. Mai winkt Aktionären indes eine erhöhte Gewinnausschüttung. Die vorgeschlagene Dividende klettert auf 2,80 Euro je Aktie. Flankiert wird dies von einem milliardenschweren Aktienrückkaufprogramm.
Der Quartalsbericht Ende April liefert die ersten harten Fakten zur Margenentwicklung unter den neuen Zollbedingungen. Behauptet sich die Aktie über dem 50-Tage-Durchschnitt von 144,67 Euro, rückt das Kursziel der UBS von 219 Euro wieder in den Fokus. Enttäuschen die Zahlen jedoch, droht ein rascher Rückfall auf die Tiefststände vom Monatsanfang.
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