Adidas Aktie: Kretschmer zum 1. September in Vorstand
Adidas steigert den Quartalsumsatz und hebt die Jahresprognose an, während der geplante CFO-Wechsel und gesenkte Kursziele die Aktie belasten.

Kurz zusammengefasst
- Kretschmer startet im Adidas-Vorstand
- CFO-Übergabe erfolgt Ende 2026
- Quartalsumsatz steigt auf 6,7 Milliarden Euro
- UBS und Goldman senken Kursziele
Bei Adidas steht in der kommenden Woche eine personelle Veränderung im Führungsgremium an. Am kommenden Dienstag, den 1. September, wird Birgit Kretschmer offiziell in den Vorstand des Sportartikelherstellers aufrücken. Dieser Schritt markiert den Beginn eines geplanten Übergangs in der Finanzleitung des Unternehmens, während die Aktie am Kapitalmarkt zuletzt deutlich unter Druck geraten ist.
Übergangsphase in der Finanzleitung
Die Neubesetzung im Vorstand bereitet den Wechsel auf dem Posten des Finanzvorstands vor. Während Birgit Kretschmer bereits zum 1. September ihre Tätigkeit im Gremium aufnimmt, wird sie die Nachfolge von Harm Ohlmeyer als CFO (Chief Financial Officer) erst zum Jahresende, am 31. Dezember 2026, antreten. Damit setzt das Unternehmen auf eine mehrmonatige Übergangszeit, in der die künftige Finanzchefin bereits als Vorstandsmitglied agiert, bevor sie die volle Verantwortung für das Ressort übernimmt.
Der personelle Wechsel erfolgt in einem für Anleger schwierigen Umfeld. In den vergangenen 30 Tagen verzeichnete das Papier einen Kursrückgang von 16 Prozent. Seit Beginn des Jahres beläuft sich das Minus auf insgesamt 10 Prozent, womit der Wert einen Teil der vorangegangenen Erholungsbewegungen wieder abgegeben hat.
Umsatzwachstum und angehobene Prognosen
Die fundamentale Basis für die künftige Finanzleitung bilden die vor rund einem Monat veröffentlichten Geschäftszahlen für das zweite Quartal 2026. Adidas konnte in diesem Zeitraum den Umsatz um 14 Prozent auf rund 6,7 Milliarden Euro steigern. Auch das Betriebsergebnis (EBIT) legte zu und erreichte 574 Millionen Euro, was einem Zuwachs von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
Auf Basis dieser Entwicklung hat die Unternehmensführung die Prognosen für das Gesamtjahr 2026 korrigiert. Das Management erwartet nun ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum zwischen 9 und 10 Prozent. Trotz dieser operativen Fortschritte bleibt die Distanz zum bisherigen Jahreshöchststand beträchtlich: Vom 52-Wochen-Hoch bei 200,90 Euro ist der Titel derzeit rund 25 Prozent entfernt.
Analysten reagieren auf das Marktumfeld
Im Nachgang zu den Quartalsberichten und der Prognoseanpassung passten mehrere Analysehäuser Anfang August ihre Einschätzungen an. Die UBS senkte das Kursziel für die Aktie von 219 Euro auf 173 Euro und stufte den Wert von „Buy“ auf „Neutral“ herab. Parallel dazu reduzierte Goldman Sachs am 4. August das Kursziel von 185 Euro auf 180 Euro und behielt die Einstufung ebenfalls auf „Neutral“ bei.
Zusätzlich zur personellen Neuausrichtung setzt das Unternehmen sein Programm zur Kapitalrückgabe fort. Medienberichten zufolge wurden im Rahmen der zweiten Tranche des aktuellen Aktienrückkaufprogramms bis zum 31. Juli 2026 insgesamt rund 2,009 Millionen Aktien erworben. Diese Maßnahme dient der Optimierung der Kapitalstruktur, während sich der Konzern auf den CFO-Wechsel zum Jahreswechsel vorbereitet.
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