Die Aktie des Sportartikelherstellers stürzte gestern um bis zu sieben Prozent ab und fiel dabei auf den tiefsten Stand seit drei Jahren. Bei rund 135,85 Euro markierte der Titel ein Niveau, das zuletzt im März 2023 erreicht wurde. Der Grund für den Kurseinbruch: Der Ausblick auf 2026 enttäuschte die Anleger trotz eines Rekordjahres 2025.
Starke Zahlen, schwache Prognose
Dabei waren die vorgelegten Geschäftszahlen für 2025 durchaus beeindruckend. Adidas erzielte einen Rekordumsatz von 24,8 Milliarden Euro, getrieben durch ein währungsbereinigtes Wachstum von 13 Prozent. Das Betriebsergebnis kletterte um satte 54 Prozent auf rund 2 Milliarden Euro. Doch die Börse handelt bekanntlich die Zukunft – und da trüben sich die Aussichten ein.
Vorstandschef Björn Gulden, dessen Vertrag nun bis 2030 verlängert wurde, rechnet für das laufende Jahr mit erheblichen Belastungen. US-Zölle und nachteilige Währungsentwicklungen dürften das Betriebsergebnis um etwa 400 Millionen Euro schmälern. Zwar peilt Gulden dennoch einen Anstieg auf 2,3 Milliarden Euro an, doch Analysten von RBC warnen bereits: Die Konsensschätzungen könnten um bis zu 15 Prozent sinken. Einige Experten stellen sogar die Erreichbarkeit des Margenziels infrage.
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Breite Markterholung bietet keine Hilfe
Während sich die europäischen Börsen gestern von der kriegsbedingten Abwärtswelle erholten – der DAX legte 1,2 Prozent zu, der Euro Stoxx 50 gewann 1,3 Prozent – blieb Adidas außen vor. Selbst die positive Nachricht rund um eine mögliche Annäherung im Nahost-Konflikt, die andere Sektoren beflügelte, verhalf dem Sportartikelhersteller nicht zu einer Gegenbewegung.
Die Analysten sehen das Hauptproblem in der Margendynamik. Trotz des Umsatzrekords und der operativen Verbesserungen scheint der Markt zu bezweifeln, dass Adidas die selbst gesteckten Profitabilitätsziele unter den aktuellen geopolitischen und währungspolitischen Rahmenbedingungen erreichen kann. Die Verlängerung von Guldens Vertrag wird zwar positiv gewertet, ändert aber nichts an den kurzfristigen Herausforderungen.
Ob sich die Aktie in den kommenden Tagen stabilisieren kann, hängt nun vor allem davon ab, wie Investoren die mittelfristigen Wachstumschancen bewerten. Bis 2028 strebt Adidas deutliche Zuwächse bei Umsatz und Gewinn an – doch zunächst muss das Unternehmen 2026 meistern.
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