Adidas Aktie: Rekordquartal schockt niemanden!
Adidas erzielt historische Umsätze und Gewinne, doch die Aktie reagiert nur schwach, da die Ergebnisse bereits im Markt eingepreist waren. Die Jahresprognose wurde angehoben.

Kurz zusammengefasst
- Höchster Quartalsumsatz in Unternehmensgeschichte
- Operativer Gewinn steigt auf 736 Millionen Euro
- Jahresprognose für operatives Ergebnis angehoben
- Verhaltene Reaktion an der Börse trotz Rekorden
Umsatzrekord, Gewinnsprung, Prognoseanhebung – Adidas liefert genau das ab, was Analysten längst erwartet hatten. Das Problem: Die Börse reagiert mit einem müden Gähnen. Während CEO Björn Gulden von „extremem Stolz“ spricht, fragen sich Investoren, ob der Höhenflug bereits eingepreist ist.
Das beste Quartal aller Zeiten – aber war’s das schon?
6,63 Milliarden Euro Umsatz im dritten Quartal – so viel hat Adidas noch nie in drei Monaten erlöst. Die Adidas-Marke wuchs währungsbereinigt um starke 12 Prozent, und das „breit aufgestellt“ über alle Märkte und Produktkategorien hinweg, wie Gulden betonte.
Noch beeindruckender entwickelte sich die Profitabilität:
• Operative Marge kletterte von 9,3 auf 11,1 Prozent
• Bruttomarge verbesserte sich auf 51,8 Prozent
• Operativer Gewinn sprang von 598 auf 736 Millionen Euro
• Jahresprognose für operatives Ergebnis auf 2,0 Milliarden Euro angehoben
Warum die Börse trotzdem nicht jubelt
Die Crux liegt im Detail: Kepler Cheuvreux-Analyst Jurgen Kolb brachte es auf den Punkt – „die Konsensschätzungen spiegelten bereits die neue Guidance wider“. Mit anderen Worten: Die Rekordergebnisse waren längst erwartet worden.
Besonders pikant wird es bei genauer Betrachtung der Herausforderungen. Trotz ungünstiger Wechselkurse und höherer US-Zölle schaffte es Adidas, die Kosten teilweise zu kompensieren. Doch was passiert, wenn diese externen Belastungen weiter steigen?
2026: Das Jahr der Wahrheit?
Gulden blickt bereits optimistisch auf 2026 – ein Jahr mit Olympischen Winterspielen und der „größten Fußball-Weltmeisterschaft aller Zeiten“. Klingt verlockend, aber können Sportgroßereignisse allein weiteren Schwung bringen?
Die Transformation unter Gulden zeigt Wirkung, doch die verhaltene Kursreaktion deutet darauf hin: Der Markt will mehr sehen als nur erfüllte Erwartungen. Die endgültigen Zahlen am 29. Oktober könnten entscheidend werden.
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