Adidas Aktie: WM-Milliarde treibt Comeback
Adidas profitiert von über einer Milliarde Euro WM-Umsatz und überwindet die 200-Tage-Linie. Puma bleibt im direkten Vergleich vorerst stärker.

Kurz zusammengefasst
- Aktie steigt um sechs Prozent
- WM-Effekt von über einer Milliarde
- 14 Nationalmannschaften ausgerüstet
- Puma bleibt 2026 stärker
Nach einem Jahresverlust von zeitweise 23 Prozent kehrt Adidas heute eindrucksvoll zurück. Die Aktie legte gut sechs Prozent auf rund 167 Euro zu und überschritt damit erstmals seit März 2025 wieder die 200-Tage-Linie. Der technische Befreiungsschlag kommt nicht ohne Grund.
Fußball-WM als Umsatzmotor
Fußball-Chef Sam Handy gibt die Richtung vor: Adidas rechnet mit mehr als einer Milliarde Euro als direktem WM-Effekt. 14 Nationalmannschaften rüstet der Konzern in Nordamerika mit Trikots aus — darunter der amtierende Weltmeister Argentinien. Das Unternehmen stellt außerdem den offiziellen WM-Ball und stattet zahlreiche Spieler mit Schuhen aus. Die Trikot-Nachfrage übersteigt nach eigenen Angaben bereits die ohnehin ambitionierten Erwartungen, die Fußballsparte soll in diesem Jahr „deutlich“ wachsen. Für etwaige Nachproduktionen bei sportlichem Erfolg der ausgerüsteten Teams ist man vorbereitet.
Dass Adidas die DFB-Mannschaft letztmals ausrüstet — das Trikot-Geschäft mit Deutschland geht künftig an Nike — trübt die Stimmung im Herzogenauracher Konzern kaum. Argentinien, Brasilien und viele weitere Schwergewichte tragen weiterhin die drei Streifen.
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Puma läuft noch voraus
Im direkten Vergleich der Sportartikel-Rivalen bleibt Puma vorerst das stärkere Papier. Die Herzogenauracher Konkurrenz hat 2026 bereits rund ein Drittel zugelegt und erreichte diese Woche erneut ihr Jahreshoch. Treiber sind der laufende Turnaround sowie der Einstieg des chinesischen Großaktionärs Anta zu Jahresbeginn.
Nike dagegen zeigt, wie tief der Absturz gehen kann: Trotz jüngster Erholung liegt die US-Aktie seit Jahresbeginn noch knapp 30 Prozent im Minus. Für Adidas ist das ein relativer Rückenwind — wer im Sportartikelsektor noch konstruktiv aufgestellt ist, schaut eher Richtung Herzogenaurach als Richtung Beaverton.
Der nächste Kurstest kommt pünktlich zur WM-Eröffnung im Sommer. Läuft das Turnier kommerziell so stark wie erwartet, dürfte die Milliarden-Prognose schon früh untermauert werden — mit entsprechender Wirkung auf die Jahresziele.
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