Adobe Aktie: Analysten-Schwemme drückt

Die Adobe-Aktie verliert deutlich, nachdem mehrere Analysten ihre Bewertungen gesenkt haben. Sie sehen die Kreativsoftware unter Druck durch KI-Konkurrenz und günstigere Alternativen.

Kurz zusammengefasst:
  • Serie von Analysten-Downgrades drückt Aktienkurs
  • Sorgen vor KI-Konkurrenz und Anbietern wie Canva
  • Adobe kontert mit eigener KI-Offensive Firefly
  • Starke operative Zahlen kontrastieren mit schwachem Kurs

Adobe gerät ins Straucheln. Seit Jahresbeginn verlor die Aktie rund 14 Prozent – angetrieben von einer Serie negativer Analystenbewertungen. Goldman Sachs riet zum Verkauf, BMO Capital und Jefferies stuften ab, KeyBanc wechselte auf „Underweight“. Der gemeinsame Nenner: Wachsende Sorgen vor KI-getriebener Konkurrenz und günstigeren Alternativen wie Canva, die besonders Freelancer und kleine Unternehmen ansprechen.

Dabei steht Adobe operativ gut da. Die Frage ist, ob die Wall Street zu pessimistisch reagiert – oder ob sich hier tatsächlich ein struktureller Wandel abzeichnet.

Adobe

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Downgrades im Detail

Die Abwärtsbewegung kam nicht aus heiterem Himmel. Goldman Sachs vergab ein Verkaufsrating mit Kursziel 290 US-Dollar. BMO Capital senkte von „Outperform“ auf „Market Perform“ und das Kursziel von 400 auf 375 US-Dollar. Jefferies reduzierte von „Buy“ auf „Hold“ bei 400 US-Dollar Ziel, KeyBanc stufte auf „Underweight“ mit 310 US-Dollar Kursziel ab. Auch UBS kappte sein Ziel von 375 auf 340 US-Dollar.

Der Kern der Kritik: Adobe sieht sich verstärktem Wettbewerb durch KI-gestützte Tools ausgesetzt, während günstigere Anbieter Marktanteile abgraben. Die Aktie notiert aktuell nahe ihrem 52-Wochen-Tief bei 288,33 US-Dollar. Die Marktkapitalisierung schrumpfte von etwa 150 Milliarden US-Dollar Ende 2025 auf derzeit rund 125 Milliarden US-Dollar.

KI-Offensive mit Firefly

Adobe kontert mit eigener KI-Strategie. Die Firefly-Plattform wird zunehmend in Drittsysteme integriert – zuletzt in die Storyteq-Marketing-Plattform von Inspired Thinking Group. Am 27. Januar präsentierte Adobe umfangreiche Photoshop-Updates mit verbesserten Firefly-Funktionen: 2K-Auflösung für Generative Fill und Generative Expand, ein überarbeitetes Remove-Tool mit besserer Licht- und Tiefenabstimmung sowie dynamische Textfunktionen.

Laut Management macht KI-beeinflusster ARR bereits über ein Drittel des Geschäfts aus. Generative Fill zählt mittlerweile zu den fünf meistgenutzten Photoshop-Features – ein Indikator für Akzeptanz bei Profi-Anwendern.

Starke Zahlen, schwache Börse

Der Kontrast zwischen operativer Performance und Aktienkurs bleibt auffällig. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Adobe 23,8 Milliarden US-Dollar Umsatz bei 7,1 Milliarden US-Dollar Nettogewinn. Der jährlich wiederkehrende Umsatz (ARR) stieg um 11,5 Prozent auf 25,2 Milliarden US-Dollar, die ausstehenden Leistungsverpflichtungen wuchsen um 13 Prozent auf 22,5 Milliarden US-Dollar.

Das KGV von 17,8 liegt unter historischen Bewertungen – das Forward-KGV sogar bei nur 13. Dennoch bleiben Analysten kurzfristig vorsichtig. CFO Daniel Durn verkaufte am 27. Januar 1.646 Aktien zu 294,85 US-Dollar im Rahmen eines vordefinierten Handelsplans. Gleichzeitig stockte der institutionelle Investor Federated Hermes seine Position auf.

Rechtliche Wolken und technisches Bild

Die geplante Semrush-Übernahme steht vor Aktionärsklagen, eine Sonderversammlung ist für den 3. Februar angesetzt. Technisch notiert die Aktie deutlich unter ihren gleitenden Durchschnitten – ein klarer Abwärtstrend. Mit einem Minus von 32 Prozent im Jahresvergleich und nur knapp über dem 52-Wochen-Tief bleiben wichtige Unterstützungsmarken gebrochen.

Die nächsten Wochen dürften zeigen, ob Adobe mit seiner KI-Strategie die Skeptiker überzeugen kann – oder ob die Analysten mit ihrer vorsichtigen Haltung richtig lagen. Das zweistellige ARR-Wachstum, das das Management für 2026 erwartet, wird dabei ein entscheidender Gradmesser sein.

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