Rekordeinnahmen, starkes KI-Wachstum — und trotzdem ein Kurssturz. Adobe hat am Donnerstag Quartalszahlen über den Erwartungen geliefert, doch die eigentliche Nachricht war eine andere: CEO Shantanu Narayen verlässt nach 18 Jahren das Steuer.
Der Mann hinter dem Wachstum geht
Narayen führt Adobe seit 2007. Unter seiner Leitung wandelte sich das Unternehmen vom klassischen Softwarelizenzmodell zur Subscription-Plattform rund um Creative Cloud — und der Aktienkurs versechsfachte sich. Nun hat der Verwaltungsrat einen Sonderausschuss unter Frank Calderoni eingesetzt, der sowohl interne als auch externe Kandidaten für die Nachfolge prüft. Narayen selbst bleibt als Verwaltungsratsvorsitzender an Bord. Der Prozess soll laut Narayen einige Monate dauern.
Die Reaktion der Anleger war eindeutig: Im nachbörslichen Handel brach die Aktie um rund 7 % ein — obwohl die Zahlen eigentlich keinen Anlass zur Sorge boten.
Starke Zahlen, schwaches Kerngeschäft
Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Adobe einen Rekordumsatz von 6,40 Milliarden Dollar, ein Plus von 12 % gegenüber dem Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie übertraf die Analystenerwartungen um rund 3 %. Für das laufende Quartal stellt das Management 6,46 Milliarden Dollar in Aussicht — ebenfalls leicht über den Schätzungen.
Das KI-Geschäft wächst schnell: Die Firefly-Plattform für Unternehmenskunden gewann 50 % mehr Neukunden im Jahresvergleich, der KI-bezogene ARR verdreifachte sich. Monatlich nutzen 850 Millionen Anwender die Adobe-Produktfamilie, 17 % mehr als im Vorjahr.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Adobe?
Ein Wermutstropfen bleibt das traditionelle Stock-Geschäft, das stärker als erwartet zurückging. Oppenheimer stufte die Aktie im Januar herab und nannte Adobe als Beispiel für die strukturellen Herausforderungen der Anwendungssoftwarebranche — Stichwort Disruption durch generative KI-Modelle.
Ausblick mit offenem Führungsproblem
Für das Gesamtjahr 2026 bestätigte Adobe seine Ziele: 9 % Umsatzwachstum, bereinigtes Gewinnwachstum von 7 bis 8 %. Der operative Cashflow erreichte im ersten Quartal mit 2,96 Milliarden Dollar ebenfalls einen Rekordwert.
Die Aktie notiert seit Jahresbeginn rund 23 % im Minus und liegt damit deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Solide Fundamentaldaten allein werden den Kurs kaum stabilisieren — entscheidend wird sein, wen der Verwaltungsrat als Nachfolger präsentiert und wie überzeugend der Übergang kommuniziert wird.
Adobe-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Adobe-Analyse vom 13. März liefert die Antwort:
Die neusten Adobe-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Adobe-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Adobe: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
