Adobe Aktie: Doppelte Offensive

Adobe treibt Wachstum mit geplanter Semrush-Akquisition und neuer KI-Initiative für Hollywood voran, während Analysten angesichts des Kursdrucks skeptisch bleiben.

Kurz zusammengefasst:
  • Übernahme von Semrush für rund 1,9 Milliarden US-Dollar
  • Neue KI-Plattform Firefly Foundry für die Filmindustrie
  • Mehrere Analysten stufen die Aktie herab
  • Quartalszahlen für März 2026 erwartet

Der Software-Gigant Adobe navigiert derzeit durch unruhiges Fahrwasser. Während die Aktie nach mehreren Herabstufungen zu Jahresbeginn unter Druck steht, treibt das Management die Expansion aggressiv voran. Mit der geplanten Übernahme von Semrush und einer neuen KI-Initiative für Hollywood versucht der Konzern, das Wachstum neu zu entfachen und die Skeptiker an der Wall Street zu überzeugen.

Semrush-Deal auf der Zielgeraden

Im Zentrum der Wachstumsstrategie steht die Übernahme der Marketing-Plattform Semrush Holdings für rund 1,9 Milliarden US-Dollar. Der Deal, der ursprünglich im November 2025 angekündigt wurde, soll laut Adobe im ersten Halbjahr 2026 abgeschlossen werden. Adobe plant, 12,00 US-Dollar pro Aktie in bar zu zahlen, um seine Position im Bereich Digital Experience durch die Integration von SEO- und Marketing-Tools zu stärken.

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Obwohl die Kanzlei Johnson Fistel eine Untersuchung eingeleitet hat, ob der Kaufpreis angesichts früherer Höchststände angemessen ist, scheinen die Hürden für den Abschluss gering. Adobe hat sich bereits Stimmrechtsbindungen der Semrush-Gründer und weiterer Aktionäre gesichert, die über 75 Prozent der Stimmrechte repräsentieren.

KI-Vorstoß in Hollywood

Parallel zur Übernahme forcierte Adobe in dieser Woche seine KI-Strategie. Mit der Vorstellung von „Firefly Foundry“ zielt das Unternehmen direkt auf die Unterhaltungsindustrie ab. In Zusammenarbeit mit großen Talentagenturen wie CAA und UTA entwickelt Adobe generative KI-Modelle, die explizit als „IP-safe“ (sicher in Bezug auf geistiges Eigentum) vermarktet werden.

Dieser Schritt adressiert eine der größten Sorgen der Kreativbranche: Urheberrechtsverletzungen durch KI. Indem die Modelle ausschließlich auf Inhalten trainiert werden, an denen die Kunden die Rechte besitzen, versucht Adobe, sich als verlässlicher Partner für Filmstudios und Regisseure zu positionieren.

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Gegenwind von Analysten

Diese strategischen Offensiven kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Marktstimmung gedämpft ist. Mit einem Kursverlust von rund 27 Prozent auf Zwölf-Monats-Sicht spiegelt die Aktie die Sorgen der Investoren wider. Im Januar 2026 stuften mehrere Analysehäuser, darunter Oppenheimer, BMO Capital und Jefferies, den Titel herab.

Als Hauptgrund für die Zurückhaltung nennen die Experten den wachsenden Wettbewerbsdruck im Kerngeschäft der Creative Cloud. Zwar halten laut Yahoo Finance noch immer etwa 60 Prozent der Analysten an einer bullischen Einschätzung fest, doch die jüngsten Kommentare deuten auf eine gesteigerte Sensibilität hinsichtlich der Marktanteile hin.

Erste Hinweise, ob die neuen Initiativen Früchte tragen, werden die kommenden Quartalszahlen liefern. Adobe hat die Veröffentlichung der Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 für den 12. März 2026 terminiert.

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