Adobe Aktie: Rekord trifft Bewertungstief

Adobe meldet Rekordumsatz und verdreifachten KI-Umsatz, doch die Aktie notiert nahe ihrem Jahrestief. Der Markt bewertet das Unternehmen trotz starker Fundamentaldaten historisch niedrig.

Kurz zusammengefasst:
  • Rekordumsatz von 6,4 Milliarden Dollar im Quartal
  • KI-Umsatz hat sich mehr als verdreifacht
  • Über 850 Millionen monatlich aktive Nutzer
  • Aktienbewertung deutlich unter historischem Schnitt

Rekordeinnahmen, verdreifachter KI-Umsatz, 850 Millionen monatlich aktive Nutzer — und trotzdem notiert die Aktie rund 25 Prozent unter dem Jahresanfangsniveau. Adobe liefert starke Zahlen, während der Markt die Aktie weiter abstraft. Dieser Widerspruch prägt das Bild nach dem ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026.

Zahlen, die überzeugen sollten

Adobe erzielte im ersten Quartal einen Rekordumsatz von 6,4 Milliarden Dollar — ein Plus von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit über der eigenen Prognose von 6,25 bis 6,3 Milliarden Dollar. Der operative Cashflow erreichte mit knapp 3 Milliarden Dollar ebenfalls einen Rekordwert.

Adobe

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Besonders auffällig: Der KI-Umsatz. Die annualisierten Erlöse aus KI-Erstprodukten haben sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdreifacht und überschritten die Marke von 250 Millionen Dollar. Die Firefly-Abonnements und Credit Packs legten allein im Quartalsvergleich um 75 Prozent zu.

Insgesamt entfallen inzwischen mehr als acht Milliarden Dollar des wiederkehrenden Jahresumsatzes auf Produkte mit eingebetteten KI-Funktionen — das entspricht über einem Drittel des Gesamtgeschäfts. Die These, KI werde Adobe schaden, lässt sich mit diesen Zahlen schwer aufrechterhalten.

Nutzerwachstum und Enterprise-Stärke

Die Plattformreichweite wächst beschleunigt. Monatlich aktive Nutzer stiegen um 17 Prozent auf über 850 Millionen, die Freemium-Nutzer im Kreativbereich sogar um 50 Prozent auf mehr als 80 Millionen. Der Verbrauch generativer Credits legte gegenüber dem Vorquartal um über 45 Prozent zu.

Im Unternehmensgeschäft bleibt die Nachfrage solide. Der Auftragsbestand (RPO) wuchs auf 22,2 Milliarden Dollar, ein Plus von zwölf Prozent in konstanter Währung. Firefly for Enterprise gewann 50 Prozent mehr Neukunden als im Vorjahr. Dass 85 Prozent der Filme beim Sundance Film Festival 2026 mit Adobe Creative Cloud produziert wurden, unterstreicht die Verankerung in professionellen Workflows.

Ein schwächerer Punkt bleibt das traditionelle Stockfoto-Geschäft, das stärker als erwartet schrumpft. Adobe will dieses Segment durch die Kombination von lizenzfreien Bildern mit KI-Bearbeitungstools neu positionieren.

Bewertung und Ausblick

Für das zweite Quartal erwartet Adobe einen Umsatz zwischen 6,43 und 6,48 Milliarden Dollar sowie einen Non-GAAP-Gewinn je Aktie von 5,80 bis 5,85 Dollar. Die Jahresziele wurden bestätigt, darunter ein ARR-Wachstum von 10,2 Prozent für das Gesamtjahr.

Trotz dieser Zahlen notiert die Aktie aktuell nahe ihrem 52-Wochen-Tief und wird mit einem Forward-KGV von rund 11,5 gehandelt — deutlich unter dem historischen Schnitt von etwa 30. Der Markt wartet offenbar darauf, dass sich das Nutzerwachstum stärker in zahlenden Abonnements niederschlägt. Wie schnell diese Konversion gelingt, dürfte entscheidend dafür sein, ob die für die zweite Jahreshälfte erwartete Beschleunigung tatsächlich eintritt. Der Adobe Summit im April könnte dabei erste Hinweise liefern.

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