Adobe startet das Jahr 2026 mit einem Paradoxon. Der Software-Gigant meldet Rekordumsätze und übertrifft Analystenschätzungen, doch die Aktie kommt nicht vom Fleck. Während die Bücher stimmen, wächst am Markt die Sorge: Wird Künstliche Intelligenz vom Wachstumstreiber zur existenziellen Bedrohung für das Geschäftsmodell?
Fundamentaldaten gegen Marktsentiment
Trotz eines Rekordumsatzes von 23,77 Milliarden US-Dollar im abgelaufenen Geschäftsjahr notiert das Papier aktuell nur bei 349,99 US-Dollar. Das entspricht einem Rückgang von rund 18,5 Prozent auf Sicht von zwölf Monaten. Der Markt ignoriert die starken fundamentalen Kennzahlen – darunter ein operativer Cashflow von über 10 Milliarden Dollar – weitgehend und fokussiert sich stattdessen auf potenzielle Risiken.
Der jüngste Quartalsbericht vom Dezember übertraf die Erwartungen sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn pro Aktie. Dennoch sorgt der Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 für Verunsicherung. Analysten bewerten die prognostizierten Wachstumsziele gemischt, was dazu führte, dass Häuser wie BMO Capital und Evercore ISI ihre Kursziele kürzlich senkten.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Adobe?
Angst vor den „KI-Verlierern“
Der Hauptgrund für die Diskrepanz zwischen Zahlen und Aktienkurs liegt im Wettbewerb. Investoren fürchten, dass Adobes Vormachtstellung durch KI-native Konkurrenten wie OpenAI, Canva oder auch Microsoft erodieren könnte. Wedbush Securities setzte den Konzern kürzlich sogar auf eine Liste potenzieller „KI-Verlierer“. Die Befürchtung ist konkret: Neue, einfachere Tools könnten professionelle Softwarelösungen teilweise ersetzen.
Adobe hält mit einer offensiven Strategie dagegen. Die generative KI-Plattform Firefly verzeichnet starkes Nutzerwachstum, und die geplante Übernahme von Semrush für 1,9 Milliarden Dollar soll die Position im Marketing-Tech-Bereich festigen. Zudem kooperiert das Unternehmen nun direkt mit OpenAI, um Tools wie Photoshop in ChatGPT zu integrieren und so die Reichweite zu sichern.
Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 15 bis 16 erscheint die Aktie im historischen Vergleich günstig bewertet. Adobe muss im laufenden Geschäftsjahr 2026 beweisen, dass die Integration von KI in die Creative Cloud nicht nur Nutzer hält, sondern die Umsätze gegen die neue Konkurrenz effektiv verteidigt. Erst wenn dieser Nachweis gelingt, dürfte der aktuelle Bewertungsabschlag schwinden.
Adobe-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Adobe-Analyse vom 1. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Adobe-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Adobe-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 1. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Adobe: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
