Adobe steht unter massivem Druck. Die Aktie des Software-Giganten hat seit Jahresbeginn fast ein Viertel an Wert verloren und notiert nahe Mehrjahrestiefs. Der Grund: Wall Street zweifelt, ob Adobe seine Marktposition gegen eine neue Generation KI-getriebener Konkurrenten verteidigen kann. Am 12. März folgen die Quartalszahlen – und die könnten zur Richtungsentscheidung werden.
Fundamentale Stärke trifft auf Marktskepsis
Die Diskrepanz könnte kaum größer sein. Während die Aktie abstürzt, liefert Adobe operativ Rekorde ab. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 23,77 Milliarden Dollar – ein neuer Höchstwert. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 20,94 Dollar, der operative Cashflow überstieg 10 Milliarden Dollar. Die wiederkehrenden jährlichen Umsätze (ARR) kletterten um 11,5 Prozent auf 25,2 Milliarden Dollar.
Trotz dieser Zahlen ist die Bewertung kollabiert. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei etwa 16 – weniger als die Hälfte der historischen Spanne. Die operative Marge übertrifft mit über 36 Prozent weiterhin den Branchenschnitt deutlich. Doch der Markt preist offenbar nicht die aktuelle Performance, sondern ein existenzielles Risiko ein.
KI-Konkurrenz setzt Adobe zu
Was die Investoren nervös macht, ist die wachsende Bedrohung durch generative KI-Tools. Google hat kürzlich erweiterte Bildbearbeitungsfunktionen in seine Gemini-App integriert – ein direkter Angriff auf Adobes Flaggschiff Photoshop. Design-Startup Canva expandiert aggressiv und kauft spezialisierte KI-Firmen auf, was als gezielte Attacke auf Adobes Video-Editing-Software gedeutet wird.
Hinzu kommt eine Sammelklage, die Adobe vorwirft, urheberrechtlich geschützte Bücher ohne Erlaubnis zum Training von KI-Modellen verwendet zu haben. Die Kombination aus Wettbewerbsdruck und rechtlichen Risiken belastet das Sentiment erheblich.
Firefly als Hoffnungsträger
Adobe setzt auf seine eigene KI-Plattform Firefly. Über 35 Prozent der Photoshop-Abonnenten nutzen bereits generative KI-Funktionen. Der Verbrauch von Generierungs-Credits stieg im letzten Quartal um das Dreifache, da Nutzer die Tools für Bildgenerierung, Videobearbeitung und Design-Automatisierung einsetzen. Höherer Credit-Verbrauch treibt Upgrades auf Premium-Pläne.
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Die monatlich aktiven Nutzer von Acrobat Web legten im Geschäftsjahr 2025 um 30 Prozent zu. Im Bildungsbereich wuchs die Zahl der Studenten mit Zugang zu Express Premium um über 70 Prozent. Adobe profitiert von starker Nachfrage nach KI-gestützten Creative Cloud Pro- und Acrobat-Produkten.
Analysten uneins
Die Meinungen an der Wall Street gehen stark auseinander. Goldman Sachs vergab ein seltenes Verkaufen-Rating mit einem Kursziel von 290 Dollar, HSBC senkte sein Ziel von 388 auf 302 Dollar, Piper Sandler stufte auf Neutral bei 330 Dollar herab. Die Skeptiker bezweifeln, dass Adobe schnell genug KI monetarisieren kann, um die Disruption des Legacy-Geschäfts auszugleichen.
Andere Analysten wie Morningstar verweisen auf Adobes hohe Wechselkosten und die tiefe Integration in professionelle Workflows. Diese „Burggraben“-Faktoren seien von Konkurrenten nicht leicht zu überwinden.
Quartalszahlen als Wendepunkt
Für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres stellt Adobe Umsätze zwischen 6,25 und 6,3 Milliarden Dollar in Aussicht, der bereinigte Gewinn je Aktie soll bei 5,85 bis 5,90 Dollar liegen. Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Management 25,9 bis 26,1 Milliarden Dollar Umsatz an – bei einer operativen Marge von etwa 45 Prozent.
Adobe hat die Gewinnerwartungen acht Quartale in Folge übertroffen. Die entscheidende Frage lautet nun: Kann das Unternehmen zeigen, dass die KI-Monetarisierung skaliert, ohne die Margen zu gefährden? Die Antwort wird am 12. März erwartet – und könnte das Narrativ vom „KI-Opfer“ zum „KI-Gewinner“ drehen.
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