Apple mischt den Markt für Kreativsoftware auf – und Adobe bekommt das direkt zu spüren. Am Mittwoch sackte die Aktie um rund 5,4 Prozent auf etwa 310 US-Dollar ab und markierte ein neues 52-Wochen-Tief. Der Auslöser: ein aggressiv bepreistes Abo-Paket von Apple und eine vernichtende Analystenbewertung von Goldman Sachs.
Apple greift an, Goldman Sachs warnt
Die eigentliche Bedrohung kommt von Apple. Mit dem Apple Creator Studio – einem Abo für 13 US-Dollar pro Monat, das Final Cut Pro, Logic Pro und weitere Tools bündelt – zielt der iPhone-Konzern direkt auf Adobes Einstiegssegment. Gerade Studenten und Einsteiger sind für Adobe essenziell, um langfristig Nutzer an die Creative Cloud zu binden. Dieser Angriff trifft also ins Mark.
Gleichzeitig verschärft sich die Stimmung unter Analysten. Goldman Sachs startete die Coverage mit einem „Sell“-Rating und argumentiert, Adobes Wettbewerbsvorsprung schmelze dahin. Die AI-Features des Unternehmens würden den Preisdruck durch Apple nicht ausgleichen können. Auch Oppenheimer strich seine „Outperform“-Empfehlung und verwies darauf, dass die erhoffte Umsatzbeschleunigung durch generative KI bisher ausbleibt.
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Australien-Launch der AI-Agenten verpufft
Adobe selbst setzte am Mittwoch seine operative Roadmap fort und kündigte die Ausweitung seiner AI-Agenten auf Australien sowie die Integration in den Adobe Experience Manager an. Diese autonomen Tools, die seit September 2025 global verfügbar sind, sollen B2B-Marketing automatisieren und Kundenreisen optimieren.
Doch die Ankündigung zeigte keine Wirkung. Investoren interessieren sich aktuell weniger für geografische Rollouts bestehender Produkte als für handfeste Beweise, dass die KI-Strategie tatsächlich neues Wachstum generiert – und nicht nur vorhandene Software-Suites aufhübscht.
Bewährungsprobe im März
Adobe muss im März mit den Zahlen zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 liefern. Technisch steht die Marke von 300 US-Dollar im Fokus – ein Bruch könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen. Analysten erwarten klare Belege dafür, dass die Firefly-Modelle und AI-Agenten nicht nur Enterprise-Kunden halten, sondern auch das untere Marktsegment gegen Apples Offensive verteidigen können. Solange diese Nachweise fehlen, bleibt die Skepsis groß.
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