Ein Ransomware-Angriff bremst den bisherigen Höhenflug des Halbleiter-Spezialisten Advantest aus. Nachdem das Unternehmen unbefugte Zugriffe auf sein IT-Netzwerk bestätigte, reagierten die Anleger in Tokio verstimmt. Kann das starke fundamentale Wachstum die Sorgen um die Datensicherheit und mögliche Betriebsunterbrechungen auffangen?
IT-Infrastruktur im Visier
Am vergangenen Sonntag registrierte Advantest ungewöhnliche Aktivitäten in seinem Netzwerk. Inzwischen bestätigte der Konzern, dass ein unbefugter Dritter Zugriff erlangte und mutmaßlich Ransomware einsetzte. Das Unternehmen reagierte mit der Isolierung betroffener Systeme und schaltete externe Cybersicherheits-Experten ein.
Die Untersuchung konzentriert sich aktuell darauf, ob vertrauliche Informationen über Kunden oder Mitarbeiter entwendet wurden. Der Vorfall unterbricht die operative Routine und wirft Fragen zur Sicherheit der IT-Infrastruktur auf, während das Ausmaß des Schadens noch präzise ermittelt wird.
Marktreaktion nach Rekordrally
Die Nachricht drückte den Aktienkurs gestern in Tokio um 4,23 Prozent auf rund 26.960 Yen. Damit gehörte der Titel zu den deutlichen Verlierern an einem ansonsten freundlichen Handelstag, an dem der Nikkei 225 um 0,67 Prozent zulegte. Der Rücksetzer erfolgt nach einer außergewöhnlichen Kursentwicklung: Innerhalb eines Jahres war die Aktie um rund 182 Prozent gestiegen, getrieben durch den weltweiten Boom bei Testsystemen für Halbleiter.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Advantest?
Diese Rally hat die Bewertung massiv aufgebläht. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 68 liegt Advantest weit über dem Branchendurchschnitt von 23,5. Investoren bewerten nun, ob die hohen Wachstumsverfügbarkeiten durch die Risiken des Cyber-Vorfalls und potenzielle Reputationsschäden gefährdet sind.
Starke Geschäftszahlen als Puffer
Fundamental steht das Unternehmen jedoch auf einem soliden Fundament. Vor dem Vorfall hatte Advantest seine Finanzprognose angehoben. Der Nettogewinn für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 121,2 Milliarden Yen auf 248,5 Milliarden Yen. Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr liegt bei 1,07 Billionen Yen.
Für Marktteilnehmer steht nun die Dauer der Systemunterbrechungen im Fokus. Weitere Details zum Umfang des Datenlecks und mögliche finanzielle Belastungen durch den Wiederherstellungsprozess werden die kurzfristige Kursentwicklung bestimmen.
Advantest-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Advantest-Analyse vom 20. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Advantest-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Advantest-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Advantest: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
