AdyenV Aktie: Deutsche Bank dreht Kursziel runter
Adyen steigerte den Quartalsumsatz um 23 Prozent; zugleich reduzierte das Unternehmen den Margenausblick und strich sein mittelfristiges Ziel.

Kurz zusammengefasst
- Deutsche Bank senkt Kursziel auf 1.046 Euro
- Kaufempfehlung der Deutschen Bank bleibt bestehen
- Quartalsumsatz wächst um 23 Prozent
- JINS plant Einführung in 150 japanischen Geschäften
Die Deutsche Bank hat gestern ihr Kursziel für Adyen von 1.350 auf 1.046 Euro gesenkt und die Kaufempfehlung beibehalten. Medienberichten zufolge begründete Analyst Nooshin Nejati den Schritt mit Margensorgen nach dem Quartalsbericht des Unternehmens. Die Aktie stieg gestern um 3,9%.
Margenausblick belastet die Bewertung
Adyen hat für das dritte Quartal 2026 einen Nettoumsatz von 738,1 Millionen Euro gemeldet. Das entspricht einem Wachstum von 23% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Währungsbereinigt betrug der Zuwachs nach Unternehmensangaben 22%.
Das abgewickelte Zahlungsvolumen stieg um 30% auf 451,1 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr 2026 hielt Adyen an seiner Prognose für das währungsbereinigte Nettoumsatzwachstum fest.
Diese sieht einen Zuwachs von 21%–23% vor. Zugleich senkte das Unternehmen seinen Ausblick für die EBITDA-Marge auf ungefähr 50% und zog das mittelfristige EBITDA-Margenziel zurück.
Die Deutsche Bank änderte mit ihrer gestern veröffentlichten Einschätzung somit das Kursziel, nicht aber das positive Anlageurteil.
JINS plant Einführung in Japan
Am Montag kündigte Adyen an, dass JINS HOLDINGS seine Zahlungsplattform für eine kanalübergreifende Einführung in Japan ausgewählt hat. Der Start ist für November vorgesehen; die Einführung soll 150 Geschäfte umfassen. Vorausgegangen war ein erster Einsatz im Flagship-Store in Kichijoji Ende September.
Darüber hinaus kündigte Adyen am 29. Oktober die Einführung von Visa Payment Passkey über Authenticate innerhalb seiner Produktsuite Adyen Uplift an.
Am Montag veröffentlichte Adyen außerdem Umfrageergebnisse zu Liquiditätsengpässen kanadischer Kleinunternehmen. Die im Oktober durchgeführte Befragung erfasste 1.015 Unternehmer und selbstständige Kanadier. Eine weitere Veröffentlichung desselben Tages behandelte Liquiditätsengpässe und Kreditkosten kleiner Unternehmen in den USA.
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