AeroVironment Aktie: 13,8% Minus trotz 143%-Umsatzwachstum
Trotz Umsatzsprung durch BlueHalo-Übernahme und neuer Drohnenabwehr-Projekte bleibt die Aktie technisch überkauft und notiert nahe dem Jahrestief.

Kurz zusammengefasst
- Kurs nahe Jahrestief trotz Technologieerfolgen
- Umsatzplus von 140 Prozent durch BlueHalo
- Analysten sehen Kurspotenzial von über 100 Prozent
- RSI signalisiert technische Überkauftheit
Fast 60 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch — und trotzdem warnen technische Modelle vor einer Überbewertung. Bei AeroVironment klaffen Kursrealität und Analystenerwartungen weit auseinander.
Die Aktie schloss zuletzt bei 142,85 Euro und liegt damit knapp über ihrem Jahrestief. Allein in den vergangenen sieben Tagen verlor das Papier knapp 14 Prozent. Seit Jahresbeginn beträgt das Minus mehr als ein Drittel.
Technologische Fortschritte, enttäuschende Zahlen
AeroVironment treibt sein Portfolio im Bereich Drohnenabwehr aktiv voran. Das Unternehmen testete erfolgreich ein lasergestütztes System auf Basis der LOCUST-Plattform — in Zusammenarbeit mit der Joint Interagency Task Force 401. Das US-Militär wählte den Switchblade 400 für das LASSO-Programm aus. Hinzu kommt die neue Halo_Shield-Architektur, eine modulare Lösung zur Drohnenabwehr.
Operativ läuft es also. Finanziell ist das Bild weniger eindeutig.
Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um mehr als 140 Prozent — ein Sprung, der maßgeblich auf die BlueHalo-Übernahme zurückgeht. Die Integrationskosten belasten jedoch die Marge. Das jüngste Quartalsergebnis enttäuschte: Der Gewinn je Aktie lag bei 0,64 Dollar, Analysten hatten 0,68 Dollar erwartet. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist derzeit negativ.
Analysten sehen deutlich mehr Potenzial
Das Stimmungsbild unter Analysten bleibt konstruktiv. Von 24 Experten empfehlen 20 die Aktie zum Kauf oder starken Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 319 Dollar — mehr als doppelt so hoch wie der aktuelle Kurs.
Kein Wunder, dass diese Lücke Fragen aufwirft.
Discounted-Cashflow-Modelle deuten allerdings darauf hin, dass die Aktie selbst auf dem aktuellen Niveau über ihrem inneren Wert handeln könnte. Institutionelle Investoren halten rund 86 Prozent der Anteile. Der Leerverkaufsanteil liegt bei knapp 9 Prozent des Streubesitzes — ein Hinweis, dass ein Teil des Marktes auf weitere Kursverluste setzt.
Der RSI liegt bei 74 und signalisiert damit eine technisch überkaufte Situation, obwohl der Kurs nahe am Jahrestief notiert. Die annualisierte Volatilität von über 74 Prozent zeigt, wie unruhig das Papier zuletzt gehandelt wurde.
Für das Geschäftsjahr 2026 peilt AeroVironment einen Gewinn je Aktie zwischen 2,75 und 3,10 Dollar an. Ob die laufenden Verteidigungsprogramme und die BlueHalo-Integration bis dahin den Cashflow spürbar verbessern, wird sich spätestens im nächsten Quartalsbericht zeigen.
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