AeroVironment Aktie: Laser-Allianz ohne Wirkung?
Leonardo DRS unterstützt die Integration des Armeelasers; in Australien prüfen AeroVironment und NIOA eine mögliche lokale Produktion.

Kurz zusammengefasst
- Leonardo DRS übernimmt Integrationsaufgaben beim Laserprogramm
- Australische Partner prüfen lokale Waffenproduktion
- KeyBanc senkt Kursziel auf 200 Dollar
- Kreditrahmen steigt um 100 Millionen Dollar
AeroVironment hat am Montag Leonardo DRS für Integrationsaufgaben beim Laserproduktionsprogramm Enduring-High Energy Laser der US-Armee ausgewählt. Nach Angaben von Leonardo DRS umfasst die Zusammenarbeit Unterstützung beim Energiemanagement und bei der Klimatisierung. Der Partner soll seine Expertise für die Integration unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen einbringen.
Zusammenarbeit für Laser- und Angriffssysteme
Die Auswahl von Leonardo DRS bezieht sich auf das Produktionsprogramm der US-Armee. Im Mittelpunkt des vereinbarten Beitrags stehen damit die technische Integration sowie die Versorgung und Umgebungsregelung des Systems.
Eine weitere Vereinbarung betrifft Australien: AeroVironment und NIOA Australia haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um die Lokalisierung, gemeinsame Produktion und langfristige Unterstützung von AeroVironments Einweg-Angriffssystemen zu prüfen. Die Vereinbarung dient der Untersuchung dieser Möglichkeiten; eine Umsetzung der gemeinsamen Produktion ist damit nicht beschlossen.
Niedrigeres Kursziel und Rechtsstreit
KeyBanc senkte am Montag Medienberichten zufolge das Kursziel für AeroVironment von 220 $ auf 200 $. Die Einstufung beließ das Analysehaus bei „Overweight“. Die Aktie verliert heute 1,5%; die Kurszielsenkung ging somit nicht mit einer Herabstufung der Empfehlung einher.
Für zusätzlichen Finanzierungsspielraum sorgte vor gut einer Woche eine Änderung des Kreditvertrags. AeroVironment erhöhte die revolvierenden Kreditzusagen um 100 Millionen $ auf 450 Millionen $. Die Kreditfazilität läuft bis zum 4. Oktober 2029.
Daneben beschäftigt das Unternehmen eine angestrebte Anleger-Sammelklage wegen eines beendeten Vertrags mit der US Space Force. AeroVironment beantragte am 26. Oktober Medienberichten zufolge bei einem Bundesrichter in Virginia deren Abweisung. Das Unternehmen argumentierte, es habe die Vertragserfüllung angemessen beschrieben und auf Risiken hingewiesen.
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