AFC Energy Aktie: Umsatz springt auf £253.000
AFC Energy reduziert Verlust und steigert Umsatz deutlich. Partnerschaft mit Komatsu und neue Märkte treiben die Wende voran.
Kurz zusammengefasst
- Umsatz steigt auf £253.000
- Verlust halbiert sich auf £5,8 Mio.
- Komatsu-Deal als zentraler Meilenstein
- Preisparität mit Diesel bis Ende 2026
AFC Energy, das seine operative Marke zuletzt in H-Power umbenannt hat, meldet für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 deutlich verbesserte Zahlen. Der Verlust schrumpft, der Umsatz springt an — und das Unternehmen rückt seinem Ziel, ohne staatliche Subventionen wettbewerbsfähig zu sein, ein Stück näher.
Umsatz springt, Verlust schrumpft
Der Umsatz kletterte im Halbjahr bis Ende April 2026 auf £253.000 — nach lediglich £17.000 im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Haupttreiber waren Wasserstoffverkäufe sowie Einnahmen aus dem gemeinsamen Entwicklungsabkommen mit dem japanischen Baumaschinenhersteller Komatsu.
Der Verlust nach Steuern fiel auf £5,8 Millionen, verglichen mit £10,1 Millionen ein Jahr zuvor. Das ist eine erhebliche Verbesserung — trotz gestiegener Entwicklungsausgaben, die von £3,1 auf £4,0 Millionen zulegten. Der operative Mittelabfluss sank von £10,7 auf £7,5 Millionen.
Zum Ende des Berichtszeitraums verfügte das Unternehmen über liquide Mittel von £17,4 Millionen. Hinzu kommen erwartete Forschungssteuerrückerstattungen von rund £3,2 Millionen.
Komatsu-Deal und neue Märkte
Ein zentraler Meilenstein war die Unterzeichnung eines Joint Development Agreements mit Komatsu. Der anfängliche Vertragswert beträgt rund 2 Millionen US-Dollar. Ziel ist die Integration von Ammoniak-Cracking-Technologie in Dieselmotoren.
Parallel dazu öffnete das Unternehmen ein dediziertes Depot im Speedy-Hire-Standort London Gateway. Aus dem Nahen Osten und Nordafrika gingen erste Bestellungen für zwei LC30-Einheiten ein — für Kundenversuche und Vortests. Die britische Umweltbehörde erteilte außerdem eine Genehmigung für den Verkauf von Wasserstoff aus gecracketem Ammoniak am Standort Dunsfold.
Die CE-Zertifizierung für die LC30-Einheit soll im August 2026 abgeschlossen sein.
Preisparität mit Diesel als Ziel
Das Geschäftsmodell basiert auf einem „Fuel-as-a-Service“-Ansatz: Industriekunden beziehen günstigen Wasserstoff über den portablen HY5-Cracker. Das Management will bis Ende 2026 Preisparität mit Diesel erreichen — ohne Subventionen.
Die Aktie reagierte auf die Zahlen mit einem leichten Tagesplus von rund 1,5 Prozent auf 0,15 Euro. Der kurzfristige Druck bleibt allerdings spürbar: In den vergangenen 30 Tagen verlor das Papier gut 15 Prozent. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von knapp 27 Prozent zu Buche.
Entscheidend für das zweite Halbjahr wird sein, ob das Unternehmen seine Pipeline in tatsächliche Aufträge verwandeln kann. Das Management hat genau das als Priorität für den Rest des Jahres 2026 ausgegeben.
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