Airbus: 101 A350F-Bestellungen von 14 Kunden
Airbus installiert die weltweit größte Frachttür am A350F-Prototypen und ebnet damit den Weg für den geplanten Erstflug im dritten Quartal 2026.

Kurz zusammengefasst
- Größte Frachttür der Branche integriert
- Erstflug für drittes Quartal 2026 geplant
- Airbus führt mit 101 Bestellungen vor Boeing
- Quartalszahlen werden am 28. April erwartet
Die größte Frachttür der Luftfahrtgeschichte ist in Toulouse angekommen. Airbus hat damit den letzten großen strukturellen Meilenstein vor dem Erstflug seines neuen A350F-Frachters erreicht — und der Zeitplan ist enger, als er zunächst klingt.
Tür eingebaut, Uhr läuft
Am 21. April traf die Hauptdeck-Frachttür in Toulouse ein, einen Tag später begann die Integration in den Prototyp MSN 700. Gefertigt wurde das Bauteil am 23. April im spanischen Illescas. Joel Rocker, Chefingenieur des A350F-Programms, bezeichnete die Tür als „das letzte große fehlende Hardware-Element“ — und schätzt die Einbauzeit auf rund einen Monat.
Die Dimensionen sind beachtlich: 4,5 Meter Ausschnittbreite, 4,3 Meter Öffnungshöhe. Das macht die Tür zur größten ihrer Art in der Branche. Sie sitzt im hinteren Rumpfbereich, um den Schwerpunkt beim Beladen stabil zu halten, besteht aus Verbundwerkstoffen und öffnet elektrisch.
Erstflug im dritten Quartal — mit Puffer
Airbus peilt den Erstflug des A350F für das dritte Quartal 2026 an. Abhängig von Installations- und Sicherheitsvalidierungsfortschritten könnte sich das Fenster bis in den Oktober verschieben. Das Flugtest-Programm umfasst rund 400 Stunden auf zwei Testflugzeugen, MSN 700 und MSN 701.
Die EASA-Zertifizierung ist für das zweite Quartal 2027 geplant, die Markteinführung für die zweite Jahreshälfte 2027. EASA und FAA sollen die Zulassung parallel erteilen.
Orderbuch schlägt Boeing deutlich
101 Bestellungen von 14 Kunden stehen per Ende März 2026 im Auftragsbuch — darunter 20 Maschinen von Atlas Air, dem bislang größten Einzelauftrag für den A350F. Beim direkten Konkurrenten Boeing 777-8F sind es 68 Bestellungen von sieben Kunden.
Sobald die Serienproduktion läuft, plant Airbus eine Rate von zwei A350F pro Monat.
Technischer Vorsprung mit Marktrelevanz
Der A350F wird von Rolls-Royce-Trent-XWB-97-Triebwerken angetrieben und soll gegenüber Vorgängermodellen bis zu 20 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen. Mit einem Anteil von über 70 Prozent Leichtbaumaterialien ist er rund 46 Tonnen leichter als direkte Wettbewerber. Als einziger Neufrachter erfüllt er bereits heute die CO₂-Emissionsnormen der ICAO für 2027.
Relevant ist auch die Türöffnung von 4,3 Metern: Sie nimmt jeden gängigen Großtriebwerkstyp auf — ein Vorteil, der an Gewicht gewinnt, seit die Boeing 747F mit ihrer Nasenlade-Option vom Markt verschwindet.
Quartalszahlen am 28. April
Neben dem Programmfortschritt richtet sich der Blick auf den 28. April: Dann präsentiert Airbus seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Für das Gesamtjahr hält der Konzern an seinen Zielen fest — rund 870 Auslieferungen, ein bereinigtes EBIT von etwa 7,5 Milliarden Euro und ein freier Cashflow vor Kundenfinanzierung von rund 4,5 Milliarden Euro. Lieferkettenprobleme, insbesondere Triebwerksengpässe bei Pratt & Whitney, bleiben dabei der größte Unsicherheitsfaktor.
Airbus-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Airbus-Analyse vom 24. April liefert die Antwort:
Die neusten Airbus-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Airbus-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Airbus: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...