Airbus Aktie: 20 A321neo-Maschinen ins Q4 verschoben
Ein Materialproblem betrifft rund 500 A321neo; Airbus hält dennoch am Jahresziel von etwa 870 ausgelieferten Verkehrsflugzeugen fest.

Kurz zusammengefasst
- Bis zu 20 Auslieferungen ins vierte Quartal verschoben
- Materialmangel betrifft rund 500 A321neo
- Jahresziel von etwa 870 Flugzeugen bleibt bestehen
- Airbus kaufte 975.000 eigene Aktien zurück
Ein technischer Qualitätsmangel bremst das Auslieferungstempo beim europäischen Flugzeugbauer Airbus im Monat September. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Branchenkreise berichtet, müssen wegen aufgetretener Probleme beim Erfolgsmodell A321neo bis zu 20 Maschinen in das vierte Quartal verschoben werden.
Gemeinsam mit dem Zulieferer Leonardo untersucht Airbus einen Materialmangel, der insgesamt rund 500 Flugzeuge dieser Baureihe betrifft. Die Flugsicherheit ist nach Unternehmensangaben nicht beeinträchtigt.
Engpass im vierten Quartal
Die Verzögerung erhöht den Druck auf das Jahresendgeschäft spürbar. Das vierte Quartal gilt im Produktions- und Auslieferungsplan der Luftfahrtbranche traditionell als besonders dicht belegt. Dass nun weitere Flugzeuge erst in den verbleibenden drei Monaten des Jahres übergeben werden können, verschärft die logistischen Herausforderungen in den Endmontagewerken.
Trotz der Verschiebung hält der Konzern an seiner Prognose für das Gesamtjahr fest. Das Ziel von rund 870 ausgelieferten Verkehrsflugzeugen bleibt weiterhin bestehen. Um das hohe Auslieferungsvolumen dauerhaft bewältigen zu können, investiert der Hersteller parallel in seine Infrastruktur.
Am 15. September nahm der Konzern in Toulouse ein neues integriertes Auslieferungszentrum für die A320-Familie in Betrieb. Der Komplex umfasst eine Fläche von 35.000 Quadratmetern und verfügt über 16 Abfertigungspositionen für Kundenflugzeuge.
Einen weiteren Schritt für den Hochlauf markierte am 16. September die Übergabe einer A320neo an China Eastern Airlines. Es handelte sich um die erste Maschine aus der neu errichteten zweiten Endmontagelinie am chinesischen Standort Tianjin.
Aktie behauptet sich im Handel
Am gestrigen Montag beendete die Airbus-Aktie den Handelstag bei 194,32 Euro mit einem Zuwachs von 0,3 Prozent. Der Kurs bewegt sich damit weiterhin unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 203,20 Euro.
Flankierend zu den operativen Schritten bedient das Unternehmen laufende Verpflichtungen gegenüber der eigenen Belegschaft. Am gestrigen Tag teilte der Konzern mit, zwischen dem 21. und 25. September insgesamt 975.000 eigene Aktien zurückgekauft zu haben. Die Papiere dienen der Deckung von Mitarbeiterbeteiligungs- sowie aktienbasierten Vergütungsprogrammen.
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