Airbus Aktie: 89 Auslieferungen im Juni
Airbus liefert im Juni 89 Flugzeuge aus und erreicht damit einen Monatsrekord. Der Auftragsbestand bleibt mit über 9.000 Maschinen hoch.

Kurz zusammengefasst
- 89 Flugzeuge im Juni ausgeliefert
- 351 Maschinen im ersten Halbjahr
- Auftragsbestand über 9.000 Jets
- Farnborough Airshow im Fokus
89 Maschinen verließen die Werke, wie Aviation Week und AirInsight übereinstimmend berichten. Im ersten Halbjahr summierten sich die Auslieferungen laut ntg24.de auf 351 Flugzeuge – der Konzern peilt für das Gesamtjahr rund 870 Stück an. Der Auftragseingang blieb im ersten Halbjahr kräftig: 887 Bruttobestellungen standen 822 Nettoorders gegenüber, der Auftragsbestand liegt bei mehr als 9.000 Maschinen.
Zahlen aus dem ersten Quartal als Basis
Im ersten Quartal 2026 erwirtschaftete Airbus einen Umsatz von 12,7 Milliarden Euro bei einem bereinigten EBIT von 0,3 Milliarden Euro. Der freie Cashflow lag mit minus 2,5 Milliarden Euro tief im negativen Bereich – für Flugzeughersteller mit ihrem saisonalen Auslieferungsmuster keine Seltenheit. Für das Gesamtjahr hält der Konzern an seiner Prognose fest: ein bereinigtes EBIT von rund 7,5 Milliarden Euro und ein freier Cashflow von etwa 4,5 Milliarden Euro. Die nächste Standortbestimmung folgt zügig: Am 15. Juli steht die vorquartalsweise Kommunikation an, am 21. Juli eine Handelsaktualisierung, und am 29. Juli veröffentlicht Airbus die Halbjahreszahlen 2026.
Strategische Weichen: Wasserstoff, Nachfolgemodell, Rückzug aus Acubed
Parallel zum operativen Geschäft treibt Airbus mehrere strategische Projekte voran. Zusammen mit MTU soll 2027 ein Gemeinschaftsunternehmen für Wasserstoff-Brennstoffzellen entstehen. Zur Finanzierung von Forschung und Entwicklung hat sich Airbus zudem einen Kredit über eine Milliarde Euro von der Europäischen Investitionsbank gesichert, eingebettet in ein Gesamtpaket von 3,4 Milliarden Euro. Konzernchef Faury bekräftigte Pläne, den Nachfolger der A320-Familie im Jahr 2030 zu lancieren. Beim A220 hat sich Airbus für eine einfache Rumpfverlängerung als A220-500-Design entschieden; die Provinz Québec, die 25 Prozent am Programm hält, prüft laut lapresse.ca ein weiteres Investment nach zuvor bereits 1,3 Milliarden Euro, 380 und 410 Millionen Euro in früheren Jahren. Bei der C295 zieht Airbus die Produktionsrate an, gemeinsam mit Safran wurde zudem der Anteil von Tikehau an Aubert & Duval übernommen. Auf der anderen Seite schließt Airbus seine kalifornische Innovationseinheit Acubed.
Farnborough Airshow und Riyadh Air im Blick
Kommerziell richtet sich der Blick auf die Farnborough Airshow, die am 20. Juli beginnt. Dort könnte Riyadh Air laut Reuters und mehreren weiteren Quellen Optionen auf bis zu 25 Airbus A350-1000 in Festbestellungen umwandeln – zusätzlich zu den bereits georderten 25 festen Maschinen dieses Typs. Auch bestehende Kunden bauen ihre Airbus-Flotten aus: Delta Air Lines hat 20 A350-1000 mit rund 50 Prozent Premium-Bestuhlung geordert, Qantas bereitet mit dem A350-1000ULR nonstop Verbindungen von Australien nach New York und London vor, und Air Europa erwartet die erste von bis zu 40 bestellten A350-900 im Jahr 2028. Zudem eröffnet die Verschiebung von Air-India-Bestellungen laut AirInsight zusätzliche Lieferslots, die Airbus anderen Kunden wie Etihad und Saudia anbieten kann.
Kursbild: Erholung nach schwacher Woche
An der Börse zeigt sich Airbus zuletzt schwankungsanfällig. Der Schlusskurs lag am Montag bei 47,40 Euro, nachdem die Aktie auf Wochensicht um 9,71 Prozent nachgegeben hatte. Auf Monatssicht steht dagegen ein Plus von 3,04 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn liegt der Titel mit 3,27 Prozent im Minus. Vom 52-Wochen-Hoch bei 55,00 Euro aus dem Januar trennen die Aktie noch 13,82 Prozent, zum 52-Wochen-Tief von 38,40 Euro im März beträgt der Abstand 23,44 Prozent. Mit einem RSI von 49,5 bewegt sich das Papier in neutralem Terrain, während die Marktkapitalisierung aktuell bei 153,04 Milliarden Euro liegt und die 30-Tage-Volatilität annualisiert 34,91 Prozent beträgt.
Airbus-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Airbus-Analyse vom 14. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Airbus-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Airbus-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Airbus: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...