Airbus Aktie: A350F-Erstflug Ende September angepeilt
Airbus lenkt im Homeoffice-Streit ein und setzt die geplante Präsenzpflicht aus. Der Konzern hält an Auslieferungszielen fest, während die Aktie unter Druck bleibt.

Kurz zusammengefasst
- Homeoffice-Regelungen bleiben vorerst bestehen
- Airbus hält an Auslieferungszielen fest
- A350F-Erstflug für Ende September geplant
- Airbus-Aktie verliert auf Wochensicht
Airbus rudert bei der geplanten Rückkehr ins Büro zurück. Nach gewerkschaftlichen Protesten und Streiks in Spanien dürfen Führungskräfte ihren Teams weiterhin bestehende Homeoffice-Regelungen mit durchschnittlich zwei Tagen pro Woche gestatten.
Der ursprünglich angepeilte Plan, die Präsenzpflicht auf einen Tag im Homeoffice zu begrenzen, ist damit vorerst ausgesetzt. Airbus betont zugleich, weiterhin mehr Präsenz vor Ort anzustreben, und stellt klar, dass die Produktion von den Protesten nicht betroffen war.
Konzern hält an Kernzielen fest
Die Personalfrage überlagert derzeit operative Fortschritte, die Airbus zuletzt vermelden konnte. Im Juli lieferte der Konzern 67 Flugzeuge aus, der Auftragsbestand seit Jahresbeginn wuchs Medienberichten zufolge auf 418 Maschinen. Für das laufende Jahr hält Airbus an einem Auslieferungsziel von rund 870 Flugzeugen fest.
Beim verspäteten Frachtflugzeug A350F zeichnet sich unterdessen ein Termin ab: Laut Reuters visiert Airbus den Erstflug für Ende September an, mit einem bevorzugten Datum um den 24. September, wobei sich der Zeitplan auch bis Anfang Oktober verschieben könnte.
Airbus selbst verwies auf seine bisherige Zusage, wonach der Erstflug noch vor Jahresende und die erste Auslieferung in der zweiten Jahreshälfte 2027 erfolgen soll. Neue Bestellungen wie die von Sun PhuQuoc Airways, die acht A330-Maschinen bis Ende April 2027 erhalten soll, unterstreichen die weiterhin robuste Nachfrage im Airbus-Auftragsbuch.
Belastend wirkt dagegen die laufende Untersuchung eines Vorfalls bei Air India, bei dem ein Airbus-Flugzeug während eines Fluges plötzlich an Höhe verlor. Eine vorläufige Analyse ergab, dass Höhen- und Querruder für rund vier Sekunden nach einem Abfall des Hydraulikdrucks nicht verfügbar waren.
Airbus bat daraufhin um Überprüfungen von Hydraulik, Sensorik und Verkabelung, verschickte Spezialisten zur Unterstützung der Untersuchung und hält die Ursache bislang für nicht geklärt.
Aktie unter Druck, technisches Bild uneinheitlich
An der Börse zeigt sich die Gemengelage aus Personalstreit und Ermittlungsdruck in einer schwächeren Kursentwicklung. Am Freitag schloss die Airbus-Aktie bei 203,50 Euro, ein Minus von 0,7 Prozent auf Tagessicht. Auf Wochensicht verlor das Papier deutlich an Boden. Zum 52-Wochen-Hoch von 221,25 Euro, das Airbus im Januar erreichte, fehlen der Aktie derzeit rund acht Prozent.
Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von drei Prozent zu Buche, und gegenüber dem 52-Wochen-Tief von 154,50 Euro aus dem März liegt der Kurs deutlich höher. Der Relative-Stärke-Index von 47,1 signalisiert derzeit weder eine überkaufte noch eine überverkaufte Situation – Anleger dürften die weitere Kursentwicklung eng an die Fortschritte bei der A350F sowie an neue Erkenntnisse zur Air-India-Untersuchung koppeln.
Für den Konzern bleibt die Herausforderung, die Belegschaft in Spanien einzubinden, ohne die Produktionsdisziplin zu gefährden. Airbus signalisiert Kompromissbereitschaft, ohne von seinem grundsätzlichen Ziel abzurücken, die Präsenz in den Werken langfristig zu erhöhen.
Airbus-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Airbus-Analyse vom 23. August liefert die Antwort:
Die neusten Airbus-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Airbus-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Airbus: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...