Airbus Aktie: Mondmission, trübe Stimmung
Die Airbus-Aktie verliert trotz Beteiligung am historischen Artemis-2-Start. Kurzfristige Aufträge bleiben aus, während das zivile Flugzeuggeschäft solide läuft.

Kurz zusammengefasst
- Historischer Artemis-2-Start mit Airbus-Modul
- Aktienkurs fällt trotz Prestigeprojekt deutlich
- Konkrete Folgeaufträge noch Jahre entfernt
- Solide Nachfrage im zivilen Flugzeuggeschäft
Der heutige Artemis-2-Start vom Kennedy Space Center in Florida markiert die erste bemannte Mondmission seit 1972 — und Airbus steckt mittendrin. Das europäische Service-Modul des Orion-Raumschiffs stammt aus Airbus-Fertigung. Ein Prestigeprojekt, das langfristig Aufträge sichern dürfte.
An der Börse kommt davon allerdings wenig an. Die Airbus-Aktie notiert heute via XETRA zeitweise 2,13 Prozent tiefer bei 164,32 Euro — trotz des historischen Starts.
Raumfahrt-Boost? Nicht heute
Der Markt preist offenbar weder den Artemis-Effekt noch die Servicemodulbeteiligung ein. Kurzfristig fehlt der Impuls, denn konkrete Folgeaufträge für Artemis-3 und Artemis-4 liegen noch in weiter Ferne. Artemis-3 ist frühestens für Mitte 2027 geplant, die eigentliche Mondlandung mit Artemis-4 erst für 2028.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Airbus?
Hinzu kommt ein weiteres Thema, das europäische Rüstungs- und Luftfahrttitel beschäftigt: die NATO-Unsicherheit. Analysten von Citi sehen die Wahrscheinlichkeit, dass die USA der Allianz fernbleiben, als zunehmend realistisch. Ein solches Szenario könnte europäische Verteidigungsausgaben beschleunigen — was mittelbar auch Airbus‘ Rüstungssparte begünstigen würde.
Solides Auftragsgeschäft im Hintergrund
Abseits der großen geopolitischen Bühne läuft das kommerzielle Flugzeuggeschäft weiter. Erst heute wurde eine Auslieferung eines A321LR an Icelandair über den Leasinggeber CDB Aviation vermeldet — Teil eines bereits 2024 vereinbarten Leasingvertrags über zwei Maschinen. Das zweite Exemplar soll noch im Laufe des Jahres folgen.
Solche Einzellieferungen rücken das strukturelle Orderbuch in den Vordergrund: Icelandair setzt bei seiner Flottenmodernisierung gezielt auf die Langstreckenvariante des A321, die auf transatlantischen Routen zum Einsatz kommt. Für Airbus ist das Bestätigung einer anhaltend starken Nachfrage nach dem A320-Familienmodell — auch wenn der Tageshandel heute andere Signale sendet.
Airbus-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Airbus-Analyse vom 2. April liefert die Antwort:
Die neusten Airbus-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Airbus-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Airbus: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...