Airbus Aktie: SMBC-Deal vor Farnborough

Airbus und Boeing ringen um einen Großauftrag von SMBC. Die Entscheidung könnte auf der Farnborough Airshow fallen.

Redaktion Stock-World ·
Abstrakte Darstellung der Luftfahrtindustrie mit unscharfen Flugzeugkomponenten und einem weiten Himmel, der Optimismus und Erwartung symbolisiert. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Wettstreit um SMBC-Großauftrag
  • Entscheidung zur Farnborough Airshow
  • Airbus liefert 351 Flugzeuge aus
  • Gewinnrückgang im ersten Quartal

Boeing und Airbus liefern sich ein stilles Rennen um einen der größten Aufträge des Jahres. Leasing-Riese SMBC Aviation Capital verhandelt mit beiden Herstellern über eine Bestellung von Kurzstreckenjets. Die Entscheidung könnte pünktlich zur Farnborough Airshow fallen, die am 20. Juli startet.

Zwei Rivalen, ein Deal

Boeing führt nach Informationen aus dem Umfeld der Gespräche bereits fortgeschrittene Verhandlungen über rund 100 Maschinen des Typs 737 Max. Airbus wirbt parallel um einen ähnlich großen Auftrag für den A320neo. Beide Gespräche laufen vertraulich, offizielle Bestätigungen gibt es bislang nicht.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Die Farnborough International Airshow erwartet in diesem Jahr über 1.400 Aussteller aus 41 Ländern und mehr als 100.000 Besucher. Airbus bringt sein Flaggschiff A350-1000 mit und zeigt tägliche Flugvorführungen vom 20. bis zum 24. Juli.

Auslieferungen laufen rund, das Ergebnis hinkt hinterher

Der mögliche SMBC-Deal trifft auf einen Konzern mit operativem Rückenwind. Airbus lieferte im ersten Halbjahr 351 Flugzeuge aus, ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Es ist der beste Halbjahresstart seit 2019.

Intern peilt Airbus für 2026 erstmals mehr als 900 Auslieferungen an. Offiziell bleibt die Jahresprognose bei 870 Maschinen, wie Reuters berichtet.

Die Gewinnseite zeigt ein anderes Bild. Im ersten Quartal brach das bereinigte operative Ergebnis um 52 Prozent auf 300 Millionen Euro ein. Grund waren gesunkene Auslieferungszahlen infolge von Lieferengpässen bei Triebwerkshersteller Pratt & Whitney.

Der Juni-Schub kam aus zwei Richtungen. Airbus arbeitete einen Rückstau bei China-Auslieferungen ab. Zusätzlich entspannte sich die Lage bei den Triebwerks-Zulieferern etwas — beides eher temporäre Effekte als ein struktureller Umschwung.

Farnborough dreht sich um Kapazität, nicht nur um Bestellzahlen

Branchenbeobachter erwarten von der Messe weniger spektakuläre Auftragsschlagzeilen als handfeste Fragen zur Produktionskapazität. Der Auftragsbestand der gesamten Industrie liegt bei über 17.000 Flugzeugen. Engpässe bei Triebwerken halten weiterhin Maschinen am Boden.

Boeing lag bei den Auslieferungen bis Mai rund ein Dutzend Jets hinter Airbus, arbeitet aber an der Hochskalierung der 737-Max-Produktion. Die zentrale Frage der Messe: Können die Hersteller tatsächlich bauen, was sie verkaufen?

Airbus verhandelt neben SMBC auch mit der saudischen Billigfluglinie Flynas. Im Gespräch sind weitere A320neo-Schmalrumpfjets sowie A330neo-Großraumflugzeuge für die geplante Flottenerweiterung.

Der Kurs zeigt Zuversicht mit Grenzen

Die Airbus-Aktie schloss am Donnerstag bei 48,40 Euro und liegt damit 6,32 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Das deutet auf einen intakten kurzfristigen Aufwärtstrend hin. Zum bisherigen Jahreshoch von 55,00 Euro aus dem Januar fehlen der Aktie aber noch 12 Prozent.

Der RSI von 53,8 zeigt neutrales Terrain, weder überkauft noch überverkauft. Die Aktie hat damit noch Spielraum nach oben, sollte ein SMBC-Auftrag tatsächlich zugunsten von Airbus ausfallen.

Mit dem Start der Airshow am 20. Juli richtet sich der Blick auf die Aufteilung des SMBC-Auftrags zwischen Airbus und Boeing. Ein bestätigter Deal, zusammen mit der wieder anziehenden China-Nachfrage, könnte dem Konzern helfen, die Lücke zum Auslieferungsziel von 870 Maschinen im laufenden Jahr weiter zu schließen.

Anzeige

Stand heute, 17. Oktober: Airbus – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in Airbus investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 17. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

Airbus: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Airbus Aktie

48,20 EUR

– 0,20 EUR -0,41 %
KGV 25,00
KUV 1,92
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite 1,71 %
Marktkapitalisierung 147,53 Mrd. EUR
ISIN: US0092791005

Community Forum zu Airbus

Ähnliche Artikel

Rocket Lab Aktie: Kurs testet 52-Wochen-Tief

Rocket Lab Aktie: Kurs testet 52-Wochen-Tief

Raumfahrt ·
Evotec Aktie: Stimmrechts-Rätsel!

Evotec Aktie: Stimmrechts-Rätsel!

Pharma & Biotech ·
FMC Corporation Aktie: S&P setzt Rating auf Beobachtung

FMC Corporation Aktie: S&P setzt Rating auf Beobachtung

Anleihen ·
JinkoSolar Aktie: Technik-Show bei Verlust-Alarm?

JinkoSolar Aktie: Technik-Show bei Verlust-Alarm?

Erneuerbare Energien ·
Meta Aktie: Wahlgericht verlangt Gleichbehandlung

Meta Aktie: Wahlgericht verlangt Gleichbehandlung

Nasdaq ·

Weitere Artikel zu Airbus

Alle Artikel anzeigen
Kosten schlagen Wachstum: Warum Adidas, Meta und Knorr-Bremse trotz guter Zahlen abstürzen

Kosten schlagen Wachstum: Warum Adidas, Meta und Knorr-Bremse trotz guter Zahlen abstürzen

Industrie ·
Airbus Aktie: Jet2 bestellt 54 A321neo

Airbus Aktie: Jet2 bestellt 54 A321neo

Rüstung & Luftfahrt ·
Airbus Aktie: Halbjahreszahlen am 29. Juli

Airbus Aktie: Halbjahreszahlen am 29. Juli

Rüstung & Luftfahrt ·
Airbus Aktie: 89 Auslieferungen im Juni

Airbus Aktie: 89 Auslieferungen im Juni

Industrie ·
Airbus Aktie: NATO-Projekt für A400M

Airbus Aktie: NATO-Projekt für A400M

Industrie ·