Airbus Aktie: Zäsur an der Spitze!
Erstmals übernimmt mit Amparo Moraleda eine Spanierin den Aufsichtsratsvorsitz bei Airbus. Das Unternehmen kämpft derweil mit Lieferengpässen bei Rekordaufträgen.

Kurz zusammengefasst
- Historische Wahl einer spanischen Aufsichtsratschefin
- Starke Lieferrückgänge im ersten Quartal 2026
- Rekordauftragsbestand trotz operativer Probleme
- Triebwerksengpässe belasten A320neo-Auslieferungen
Auf der Hauptversammlung in Amsterdam hat Airbus mit einer jahrzehntelangen Tradition gebrochen. Erstmals in der Unternehmensgeschichte übernimmt eine Führungskraft den Aufsichtsratsvorsitz, die weder aus Frankreich noch aus Deutschland stammt. Die Wahl fiel auf die Spanierin Amparo Moraleda. Der historische Personalwechsel fällt in eine operativ hochkomplexe Phase voller Lieferengpässe und Rekordaufträge.
Neues Machtgefüge im Aufsichtsrat
Im Oktober 2026 wird Moraleda das Amt von René Obermann übernehmen. Die Wirtschaftsingenieurin sitzt bereits seit 2015 im Kontrollgremium und leitet aktuell den Vergütungs- und Nominierungsausschuss. Ihre Ernennung verschiebt das politische Gewicht innerhalb des Konsortiums. Bislang teilten sich die Großaktionäre Frankreich und Deutschland, die jeweils rund 10,8 Prozent der Anteile halten, die Spitzenposition unter sich auf. Spanien besitzt 4,1 Prozent.
Parallel dazu zieht frischer Wind in das Gremium ein. BMW-Chef Oliver Zipse übernimmt für ein Jahr das Mandat des ausscheidenden Victor Chu. Henriette Hallberg Thygesen, CEO des dänischen Rüstungsunternehmens Terma, rückt für drei Jahre neu in den Aufsichtsrat.
Lieferkrise trifft auf Rekordnachfrage
Die neue Führungsriege muss sich unmittelbar mit massiven operativen Hürden auseinandersetzen. Im ersten Quartal 2026 lieferte Airbus lediglich 114 Verkehrsflugzeuge aus. Das entspricht einem Rückgang von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr und markiert das schwächste Auftaktquartal seit 2009. Besonders drastisch fiel der Einbruch bei der margenstarken A320neo-Familie aus. Hier sackten die Auslieferungen um 24 Prozent auf 81 Maschinen ab.
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CEO Guillaume Faury macht dafür primär anhaltende Triebwerksengpässe bei Pratt & Whitney verantwortlich. Der Zulieferer stattet rund 40 Prozent der weltweiten A320-Flotte aus. Airbus fordert Entschädigungen für die Verzögerungen und schließt ein Schiedsverfahren nicht aus.
Dem schwachen Output steht eine beispiellose Nachfrage gegenüber. Allein im März 2026 verbuchte der Konzern 331 Neubestellungen. Die Nettoaufträge für das erste Quartal kletterten im Jahresvergleich um 95 Prozent auf 398 Maschinen. Der Auftragsbestand erreichte damit den Rekordwert von 9.037 Flugzeugen.
Am 28. April 2026 wird das Management die vollständigen Finanzzahlen für das erste Quartal vorlegen. Investoren erwarten dann handfeste Antworten zur Lösung der Lieferkettenprobleme. Im Fokus stehen aktualisierte Prognosen zum freien Cashflow und ein klarer Zeitplan für die Triebwerksinspektionen. Zwingend erforderlich ist auch ein detaillierter Pfad, wie Airbus das ambitionierte Jahresziel von rund 870 ausgelieferten Jets bei einer monatlichen Produktionsrate von 84 Maschinen noch erreichen will.
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