Airbus: Holpriger Start mit Hoffnungsschimmer?

Airbus verzeichnet schwache Auslieferungszahlen aufgrund von Triebwerksengpässen, doch der Großauftrag von IAG bringt neuen Schwung.

Eduard Altmann ·
Airbus Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Niedrige Auslieferungsquote von 6,7% des Jahresziels
  • Triebwerksmangel führt zu 17 flugunfähigen Maschinen
  • IAG bestellt 21 A330-900neo mit Option auf weitere 13
  • Historischer Vergleich zeigt aktuellen Rückstand

Der europäische Luftfahrtgigant kämpft sich durch das laufende Jahr. Während die Produktionsbänder nicht ganz so rund laufen wie erhofft, gibt es auch positive Signale vom Markt. Doch was wiegt schwerer für den Konzern?

Produktionszahlen unter der Lupe

Im April konnte Airbus lediglich 11 neue Bestellungen verbuchen und lieferte 55 Maschinen aus. Damit summieren sich die Auslieferungen seit Jahresbeginn auf 191 Flugzeuge. Das ist ein Wert, der spürbar unter dem historischen Durchschnitt liegt. Üblicherweise erreicht der Konzern bis Ende April etwa 7,3% seines Jahresziels – aktuell sind es nur 6,7% des angepeilten Ziels von 820 Maschinen. Auch die Zahl der Erstflüge hinkt mit 6,7% des Jahresziels im April hinter dem Durchschnittswert von 7,7% her.

Die Gründe für diesen verhaltenen Start sind bekannt: Es fehlt an Triebwerken. Airbus selbst hatte bereits gewarnt, dass der Jahresbeginn aufgrund dieser Engpässe schleppend verlaufen würde. Die Zahl der sogenannten "Gliders" – also Flugzeuge, die ohne Triebwerke auf Halde stehen – lag zuletzt bei 17. Es wird erwartet, dass diese Zahl bis Mitte des Jahres auf etwa 25 ansteigen könnte. Würde man diese 17 Maschinen zu den bisherigen Auslieferungen hinzurechnen, läge die Auslieferungsrate mit 25,4% nur knapp unter dem historischen Mittel.

Großauftrag als Lichtblick?

Doch es gibt auch Nachrichten, die für Aufhellung sorgen. Die British-Airways-Mutter IAG plant eine massive Flottenmodernisierung und hat dabei auch Airbus fest im Blick. Im Rahmen einer Bestellung von insgesamt 53 neuen Langstreckenjets sollen 21 Exemplare des Airbus A330-900neo an IAG gehen.

Diese neuen Vögel sind für die Konzerntöchter Aer Lingus, Iberia oder Level vorgesehen. Zusätzlich zu dieser Festbestellung sicherte sich IAG auch Kaufrechte für weitere 13 Maschinen dieses Typs. Dieser Auftrag dürfte in den Auftragsbüchern für eine willkommene Füllung sorgen, gerade in Zeiten, in denen die Produktion ins Stocken geraten ist. Es bleibt die Frage, wie schnell Airbus die bestehenden Engpässe überwinden und die Nachfrage bedienen kann.

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ISIN: NL0000235190 WKN: 938914

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