Aixtron Aktie: Cashflow beflügelt

Der Halbleiterausrüster Aixtron überzeugt mit einer deutlich verbesserten Finanzposition, obwohl der Umsatz 2025 sank. Analysten sehen Potenzial durch KI und E-Mobilität.

Kurz zusammengefasst:
  • Starker operativer Cashflow trotz Umsatzrückgang
  • Liquide Mittel von über 224 Millionen Euro
  • Analysten erhöhen Kursziele deutlich
  • Wachstumshoffnung durch KI und Elektromobilität

Der Halbleiterausrüster Aixtron überraschte mit seinen Jahreszahlen – allerdings nicht durch das Umsatzwachstum. Die Anleger setzten auf einen anderen Faktor: Die drastisch verbesserte Finanzposition des Unternehmens ließ die Aktie auf ein neues Jahreshoch schnellen. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von über 56 Prozent zu Buche.

Bilanz sticht schwache Nachfrage

Aixtron meldete für 2025 einen Umsatz von 556,6 Millionen Euro – ein Minus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch die Zahl lag über den Erwartungen von rund 545 Millionen Euro. Bemerkenswert war vor allem die Cashflow-Entwicklung: Der operative Cashflow erreichte 208,4 Millionen Euro, der freie Cashflow legte um mehr als 250 Millionen Euro zu. Die liquiden Mittel summierten sich zum Jahresende auf 224,6 Millionen Euro.

Aixtron

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Diese Stärkung der Bilanz interpretieren Investoren als Zeichen erhöhter Widerstandsfähigkeit. Trotz schwacher Endmärkte für Galliumnitrid- und Siliziumkarbid-Anwendungen – etwa in E-Autos und Smartphones – demonstriert Aixtron finanzielle Stabilität. Internationale Investmentbanken reagierten prompt: Jefferies hob das Kursziel auf 30,30 Euro an, JPMorgan auf 31 Euro, Barclays auf 27 Euro.

Übergangsjahr 2026 mit Lichtblicken

Für das laufende Jahr bleibt das Management vorsichtig. Der Umsatz soll zwischen 490 und 550 Millionen Euro liegen, die EBIT-Marge zwischen 16 und 19 Prozent. CEO Felix Grawert setzt auf Kostensenkungen, auch durch Stellenabbau am Stammsitz Herzogenrath. Das erste Quartal dürfte rund 65 Millionen Euro Umsatz bringen.

Die Schwäche im SiC-Bereich belastet weiterhin. Überkapazitäten im Markt für Leistungselektronik drücken die Nachfrage. Einen Ausgleich schafft die Optoelektronik-Sparte: Laser- und Photonik-Lösungen für KI-Anwendungen und Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung erleben eine deutliche Erholung. Zusammen mit stabilem Auftragseingang aus Asien dämpft dies die Schwäche in anderen Segmenten.

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KI und E-Mobilität als Wachstumstreiber ab 2027

Analysten blicken bereits über 2026 hinaus. Armin Kremser von der DZ Bank erwartet ab der zweiten Jahreshälfte 2026 steigende Bestellungen im Zuge von Nvidias geplantem Hochlauf der 800-Volt-Architektur in KI-Rechenzentren. Dies könnte 2027 zu einem Wachstumssprung führen.

Auch die Elektromobilität verspricht mittelfristig Rückenwind: Die Einführung von 800-Volt-Batteriesystemen dürfte den Einsatz von SiC-Bauelementen in Antriebssträngen und Ladeinfrastruktur verstärken. Gleichzeitig rechnen Beobachter mit anziehender Nachfrage nach GaN-Chips.

Mit dem angekündigten Kostenprogramm und der gestärkten Bilanz steht Aixtron solide da. Ob die operative Entwicklung – insbesondere beim Auftragseingang – ab Mitte 2026 die hohen Markterwartungen erfüllt, wird über den weiteren Kursverlauf entscheiden.

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