Aixtron Aktie: GaN als nächster Treiber
Aixtron profitiert von der Umstellung auf 800-Volt-Architekturen in Rechenzentren und hält einen 90-Prozent-Marktanteil bei GaN-Epitaxie-Anlagen. Die Aktie bewertet dieses Potenzial bereits hoch.

Kurz zusammengefasst
- 90 Prozent Marktanteil bei GaN-Epitaxie-Anlagen
- GaN als Wachstumstreiber ab 2027 erwartet
- Aktuelle Umsatzschwäche durch zyklische Effekte
- Hohe Bewertung nach starkem Kursanstieg
In drei Tagen wird Aixtron offiziell in den STOXX Europe 600 aufgenommen — ein Ereignis, das institutionelle Fonds zum Positionsaufbau zwingt und den Kurs auf ein neues 52-Wochen-Hoch getrieben hat. Die eigentlich interessante Frage ist jedoch, was den Kurs trägt, sobald dieser mechanische Kaufdruck am 23. März versiegt.
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GaN: 90 Prozent Marktanteil, wachsender Markt
Während das Optoelektronik-Lasergeschäft 2026 die operative Hauptlast schultern soll — Aixtron erwartet dort eine Verdopplung des Umsatzbeitrags, getrieben von optischer Datenkommunikation in KI-Rechenzentren — rückt GaN-Leistungselektronik als mittelfristiger Wachstumskatalysator in den Vordergrund. CEO Felix Grawert hat das Segment bereits als potenzielle größte Einzelanwendung des Unternehmens bezeichnet.
Der Hintergrund ist konkret: Ab 2027 wird eine breite Umstellung von Rechenzentren auf 800-Volt-Architekturen erwartet. GaN-basierte Stromversorgungslösungen übertreffen klassische Siliziumtechnik bei Effizienz und Schaltgeschwindigkeit — und Nvidias geplante Rubin-Ultra-Generation dürfte diesen Bedarf weiter befeuern. Analysten beziffern Aixtrons Marktanteil bei GaN-Epitaxie-Anlagen auf rund 90 Prozent. Die Bank of America prognostiziert für 2027 einen GaN-Umsatzanstieg von 44 Prozent.
Das ist die Pointe hinter den aktuell schwachen Zahlen: Der Umsatz sank 2025 um zwölf Prozent auf 556,6 Millionen Euro, für 2026 erwartet das Unternehmen einen weiteren Rückgang auf rund 520 Millionen Euro — die zyklische Schwäche bei Siliziumkarbid-Anlagen, verursacht durch träge Märkte für E-Autos und Consumer-Elektronik, hinterlässt deutliche Spuren. Genau dort, wo der Elektromobilitätszyklus stockt, öffnet KI-Infrastruktur ein neues Nachfragetor.
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Starke Liquidität, aber hohes Bewertungsniveau
Die Bilanz gibt dem Unternehmen Spielraum im laufenden Übergangsjahr. Der operative Cashflow erreichte 208,4 Millionen Euro, die liquiden Mittel lagen zum Jahresende bei 224,6 Millionen Euro. Das ermöglicht eine stabile Dividende von 0,15 Euro je Aktie trotz des Gewinnrückgangs.
Mit einem KGV von rund 45 und einem Kursanstieg von knapp 75 Prozent seit Jahresbeginn preist die Aktie bereits erhebliches Wachstum ein. Analysten der Deutschen Bank erwarten eine substanzielle Erholung erst ab 2027, während die DZ Bank neue Nvidia-Architekturen als möglichen Katalysator sieht, der bereits in der zweiten Jahreshälfte 2026 die Auftragsbücher füllen könnte.
Den ersten Realitätscheck liefert der Q1-Bericht am 30. April: Konkrete Auftragseingänge werden zeigen, ob die GaN-These bereits Fahrt aufnimmt — oder ob der Markt auf ein Versprechen wartet, das sich erst 2027 einlöst.
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