Aixtron: Auftragsbestand auf 359,1 Millionen gestiegen
Aixtron verzeichnet rote Zahlen im ersten Quartal, doch der hohe Auftragsbestand in der Optoelektronik treibt den Aktienkurs an.

Kurz zusammengefasst
- Umsatz bricht um 47 Prozent ein
- Operativer Verlust von 22,3 Millionen Euro
- Auftragsbestand steigt auf 359 Millionen Euro
- Optoelektronik treibt das Wachstum
Rote Zahlen im ersten Quartal — und trotzdem steigt die Aktie. Bei Aixtron klaffen operative Realität und Kursentwicklung derzeit weit auseinander. Der Grund: Anleger schauen nicht auf das, was war, sondern auf das, was kommt.
Talsohle planmäßig durchschritten
Der Umsatz fiel im ersten Quartal 2026 auf 59,4 Millionen Euro — ein Rückgang von rund 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das EBIT rutschte auf minus 22,3 Millionen Euro. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor stand noch ein kleiner Gewinn in den Büchern.
Belastet haben neben dem Nachfragerückgang auch Einmalkosten aus laufenden Personalmaßnahmen. Die Bruttomarge sank auf 18 Prozent, nach 30 Prozent im Vorjahreszeitraum. Das sind harte Zahlen — allerdings keine Überraschung. Aixtron hatte die Eckdaten bereits Mitte April veröffentlicht.
Optoelektronik zieht das Geschäft
Der entscheidende Datenpunkt ist der Auftragsbestand. Er kletterte auf 359,1 Millionen Euro. Fast 70 Prozent des Auftragseingangs entfielen auf Optoelektronik — also Anlagen für Laserkomponenten, die in der optischen Datenübertragung für KI-Rechenzentren genutzt werden.
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CEO Felix Grawert sieht das Unternehmen am Beginn eines strukturellen Wachstumstrends. Die schwächelnden Bereiche Siliziumkarbid und Galliumnitrid gleicht die Optoelektronik-Nachfrage zunehmend aus. Parallel dazu stärkt eine im April platzierte Wandelanleihe über 450 Millionen Euro — ohne laufende Verzinsung, Laufzeit bis 2031 — die finanzielle Basis für Investitionen.
Jahresprognose bleibt stehen
Für 2026 hält das Management an seinem Umsatzziel von rund 560 Millionen Euro fest. Die EBIT-Marge soll zwischen 17 und 20 Prozent liegen, die Bruttomarge bei etwa 42 Prozent. JPMorgan-Analyst Craig McDowell bestätigte nach dem Bericht das „Overweight“-Rating. Er verwies auf wachsendes Vertrauen in die Optoelektronik-Chancen für 2027 — auch wenn das zweite Quartal zunächst verhalten bleibt.
Die Aktie legte im Xetra-Handel zeitweise um knapp sechs Prozent zu und notiert aktuell bei rund 46 Euro. Seit Jahresbeginn hat sie sich mehr als verdoppelt. Der Markt preist offenbar ein, dass das zweite Halbjahr die Wende bringt — und dass Aixtron bei KI-Infrastruktur strukturell richtig positioniert ist.
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