Aker Carbon Capture Aktie: Überraschend ernüchternd?
Aker Carbon Capture senkt Grundkapital drastisch und schüttet ungewöhnlich hohe Dividende aus. Neuer Aufsichtsrat soll frischen Wind bringen.

Kurz zusammengefasst
- Radikale Kapitalreduzierung auf 0,02 Kronen pro Aktie
- Sonderdividende von 0,98 Kronen pro Aktie
- Wechsel an der Spitze des Aufsichtsrats
- Aktie notiert nahe Allzeittief
Aker Carbon Capture steht vor einem finanziellen Wendepunkt. Nach der Gründung des SLB Capturi Joint Ventures im vergangenen Jahr hat das Unternehmen nun eine umfassende Kapitalrestrukturierung abgeschlossen – begleitet von einer ungewöhnlich hohen Dividendenausschüttung. Doch was steckt hinter diesen Maßnahmen?
Radikale Kapitalreduzierung vollzogen
Im März beschloss eine außerordentliche Hauptversammlung eine drastische Senkung des Nennwerts der Aktien von 1 Norwegischen Krone auf nur noch 0,02 Kronen. Nach Ablauf der Gläubigerschutzfrist wurde diese Maßnahme Ende April offiziell registriert. Das Ergebnis: Das Grundkapital des Unternehmens beträgt nun 12,1 Millionen Kronen, verteilt auf über 604 Millionen Aktien.
Überraschende Dividendenflut
Parallel zur Kapitalanpassung genehmigte das Unternehmen eine Sonderdividende von 0,98 Kronen pro Aktie – fast fünfzigmal höher als der neue Nennwert. Die Ausschüttung erfolgt am 7. Mai an Aktionäre, die die Aktien bis zum 25. April hielten. Seit dem 28. April wird die Aktie bereits ex-Dividende gehandelt.
Führungswechsel an der Spitze
Die jüngste Hauptversammlung brachte zudem personelle Veränderungen: Karl Erik Kjelstad übernimmt den Vorsitz des Aufsichtsrats von Kristian Monsen Røkke. Während zwei langjährige Direktoren wiedergewählt wurden, kam mit Lars Peder Sørvaag Sperre auch neues Blut ins Gremium.
Diese strukturellen Veränderungen markieren einen neuen Kapitel für Aker Carbon Capture – doch ob sie dem angeschlagenen Aktienkurs neuen Schwung verleihen können, bleibt abzuwarten. Die Aktie notiert derzeit nahe ihrem Jahres- und Allzeittief.
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