Alibaba Aktie: Heimlicher Chip-Gigant
Trotz eines drastischen Gewinneinbruchs im Quartal überrascht Alibaba mit starkem Wachstum seiner Halbleitersparte T-Head, die bereits 470.000 KI-Chips auslieferte und einen möglichen Börsengang vorbereitet.

Kurz zusammengefasst
- Quartalsgewinn bricht um 67 Prozent ein
- Chip-Einheit T-Head liefert 470.000 KI-Prozessoren
- Mehrheit der Chips geht an externe Kunden
- Möglicher Börsengang der Sparte im Gespräch
Die jüngsten Quartalszahlen von Alibaba haben die Anleger auf den ersten Blick tief enttäuscht. Ein drastischer Gewinneinbruch drückte die Papiere deutlich ins Minus. Wer jedoch tiefer in den Bericht blickt, stößt auf eine bemerkenswerte Entwicklung: Die hauseigene Halbleitersparte T-Head wächst rasant und weckt Fantasien über einen lukrativen Börsengang.
Schwache Zahlen, klare Strategie
Am Donnerstag meldete der Konzern für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Rückgang des bereinigten Nettogewinns um 67 Prozent auf 2,39 Milliarden US-Dollar. Auch der Umsatz verfehlte mit einem minimalen Plus von zwei Prozent die Erwartungen der Analysten. Als Reaktion rutschte der Kurs um 7,1 Prozent ab. Verantwortlich für die schrumpfenden Margen ist eine bewusste strategische Entscheidung: Das Management opfert kurzfristige Profite, um den Ausbau der eigenen KI-Infrastruktur massiv voranzutreiben.
T-Head liefert Hunderttausende Chips
Im Zentrum dieser Offensive steht T-Head. Erstmals lieferte Alibaba detaillierte Einblicke in die vollständig im eigenen Besitz befindliche Chip-Einheit. Bis Februar 2026 hat das Unternehmen bereits 470.000 KI-Chips produziert und ausgeliefert. Bemerkenswert ist dabei die Kundenstruktur: Mehr als 60 Prozent der Prozessoren gehen an externe Abnehmer. T-Head bedient mittlerweile über 400 Unternehmenskunden branchenübergreifend. Der Jahresumsatz der Sparte hat laut Firmenangaben die Marke von 10 Milliarden Renminbi erreicht.
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Technologisch schließt Alibaba zunehmend auf. Das Flaggschiff-Produkt, die Zhenwu 810E GPU, liefert auf dem Papier eine Leistung, die mit Nvidias H20-Chip vergleichbar ist. CEO Eddie Wu betonte, dass die Eigenentwicklung angesichts der US-Exportbeschränkungen eine garantierte Versorgung mit Rechenleistung sicherstellt. Gleichzeitig befeuerte das Management Spekulationen über einen Spin-off. Ein Börsengang wird nicht ausgeschlossen, auch wenn ein konkreter Zeitplan fehlt. Vorab soll die Einheit so umstrukturiert werden, dass Mitarbeiter Anteile halten. Beobachter halten ein Debüt an der Hongkonger Börse oder dem Shanghai STAR Market Ende 2026 oder Anfang 2027 für realistisch.
Analysten sehen massives Aufwärtspotenzial
Die kommerzielle Dynamik von T-Head stützt auch das breitere Cloud-Geschäft. Hier beschleunigte sich das Umsatzwachstum auf 36 Prozent, während KI-bezogene Produkte das zehnte Quartal in Folge dreistellig zulegten. Analysten bleiben trotz des jüngsten Kursrutsches – die Aktie notiert seit Jahresbeginn rund 20 Prozent im Minus – optimistisch und rufen Kursziele zwischen 190 und 200 US-Dollar aus. Um diese Bewertungslücke zu schließen und den wahren Wert der Chip-Sparte für den Markt greifbar zu machen, muss T-Head in den kommenden Monaten seine externen Vertriebskanäle weiter ausbauen und klare Preisstrukturen für interne Transaktionen mit dem Mutterkonzern etablieren.
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