Alibaba plant offenbar Großes für seine Chip-Sparte. Berichte über einen möglichen Börsengang der Tochter T-Head sorgen am Donnerstag für deutliche Kursaufschläge im vorbörslichen US-Handel. Während der Konzern parallel dazu seine Energieversorgung durch ein Atomkraft-Joint-Venture sichert, stellt sich die Frage: Kann dieser strategische Doppelschlag die Aktie dauerhaft beflügeln?
Verborgene Werte heben
Auslöser für die neue Dynamik ist ein Bericht von Bloomberg, wonach der E-Commerce-Riese einen Börsengang (IPO) für seine Chip-Entwicklungstochter T-Head vorbereitet. Zwar gibt es noch keinen festen Zeitplan, doch erste Schritte zur Umstrukturierung – inklusive einer geplanten Mitarbeiterbeteiligung – seien bereits eingeleitet. Dies gilt als klassischer Vorbote für eine eigenständige Notierung.
T-Head entwickelt Hochleistungsprozessoren wie den Yitian 710 und den Hanguang 800, die für Alibabas Cloud-Infrastruktur und Plattformen wie Tmall essenziell sind. Marktbeobachter werten diesen Schritt als Versuch, den Wert der Hardware-Sparte offenzulegen und im KI-Sektor direkter mit Marktführern wie Nvidia zu konkurrieren. Die Hoffnung der Anleger ruht auf einer Bewertungsexplosion, ähnlich wie sie zuletzt bei anderen Halbleiter-IPOs zu beobachten war.
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Energie-Deal und Analystenlob
Parallel zur Hardware-Offensive stärkt Alibaba die Infrastruktur für seine KI-Ambitionen. Am Dienstag bestätigte das Unternehmen die Gründung eines Joint Ventures mit China National Nuclear Power (CNNC). Mit einem registrierten Kapital von rund 36 Millionen US-Dollar soll die Partnerschaft eine verlässliche Atomstromversorgung für die energiehungrigen Rechenzentren sichern – eine Strategie, die auch US-Konkurrenten wie Microsoft und Meta verfolgen.
Diese strategischen Weichenstellungen kommen an der Wall Street gut an. Arete Research stufte die Aktie am Mittwoch von „Neutral“ auf „Buy“ hoch und sieht mit einem Kursziel von 190 US-Dollar deutliches Potenzial. Als Hauptgrund nannten die Analysten die gestärkte Position im Bereich der KI-Infrastruktur. Auch institutionelle Investoren greifen zu: Der norwegische Staatsfonds Norges Bank meldete kürzlich einen neuen Einstieg im Wert von über 500 Millionen US-Dollar.
Der Blick auf den Chart
Die Aktie reagierte positiv auf die Nachrichtenlage. Nach einem durchwachsenen Jahresstart (YTD: -3,69 %) nähert sich das Papier mit einem aktuellen Kurs von 150,00 Euro wieder seinem 52-Wochen-Hoch bei 161,60 Euro an. Entscheidend für die weitere Entwicklung dürfte nun sein, wie konkret die Pläne zur T-Head-Abspaltung in den kommenden Wochen kommuniziert werden und ob der Widerstandsbereich technisch überwunden werden kann.
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