Alibaba Aktie: Keine guten Nachrichten
Alibaba investiert Milliarden in KI und Cloud, verhandelt mit DeepSeek. Operatives Wachstum steht geopolitischen Risiken und Aktienverwässerung gegenüber.

Kurz zusammengefasst
- Gespräche über DeepSeek-Beteiligung
- Milliardeninvestitionen in KI-Infrastruktur
- Cloud-Umsatz steigt um 35 Prozent
- Aktie leidet unter geopolitischen Sorgen
Der chinesische Tech-Gigant Alibaba drückt beim Thema Künstliche Intelligenz massiv aufs Tempo. Ein Investitionsprogramm im zweistelligen Milliardenbereich und mögliche Beteiligungen an vielversprechenden Start-ups sollen die Marktposition gegen lokale Konkurrenten absichern. An der Börse verpufft diese Fantasie bislang an geopolitischen Sorgen und einer hausgemachten Verwässerung der Anteile.
KI-Offensive trifft auf Verwässerung
Im Zentrum der aktuellen strategischen Ausrichtung stehen Gespräche mit dem KI-Entwickler DeepSeek. Laut einem Bloomberg-Bericht verhandeln Alibaba und Tencent über eine Teilnahme an der ersten Finanzierungsrunde des Start-ups. Eine endgültige Einigung steht noch aus, auch die konkrete Bewertung bleibt unbestätigt. Parallel dazu bündelte der Konzern im vergangenen Monat seine eigenen KI-Dienste in einer zentralen Geschäftseinheit, um Entwicklungsressourcen besser zu bündeln.
Während das Management die Expansion vorantreibt, zeigt eine Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC die Kosten der Mitarbeiterbindung. Bis zum 21. April 2026 gab Alibaba neue Aktien als Vergütung an Belegschaft und Führungskräfte aus. Ein ausgleichendes Aktienrückkaufprogramm fand in diesem Zeitraum nicht statt. Das führt zu einer leichten Verwässerung für bestehende Aktionäre.
Cloud-Sparte liefert starkes Wachstum
Operativ liefert die Strategie bereits zählbare Resultate. Der Umsatz der Cloud-Sparte mit externen Kunden kletterte im vergangenen Quartal um 35 Prozent. KI-bezogene Produkte verzeichneten dabei das zehnte Quartal in Folge ein dreistelliges Wachstum. Um dieses Momentum zu halten, plant Alibaba bis zum Geschäftsjahr 2028 Investitionen von umgerechnet rund 52 Milliarden US-Dollar in KI- und Cloud-Infrastruktur.
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Diese aggressive Expansion fordert ihren Tribut. Die Kombination aus hohen Kapitalausgaben und Investitionen in den schnellen E-Commerce-Handel hat den freien Cashflow in den negativen Bereich gedrückt. Indes meldet die hauseigene Chip-Einheit T-Head Fortschritte. Bis Februar 2026 lieferte sie 470.000 KI-Prozessoren aus, während die KI-Modellfamilie Qwen die Marke von 300 Millionen monatlich aktiven Nutzern überschritt.
Diskrepanz zwischen Kurs und Analysten
Am Aktienmarkt spiegelt sich das operative Wachstum derzeit kaum wider. Aktuell notiert die Aktie bei 113,40 Euro und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein zweistelliges Minus. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt mittlerweile zwölf Prozent. Analysten bleiben indes mehrheitlich optimistisch. Ein Großteil der Experten rät zum Kauf der Papiere und sieht aufgrund der Cloud-Fantasie erhebliches Aufwärtspotenzial.
Dem stehen massive geopolitische Risiken gegenüber. US-Exportbeschränkungen für Hochleistungschips erschweren den Aufbau modernster KI-Infrastruktur. Jede Eskalation bei Zöllen oder Sanktionen kann die Aktie unabhängig von den Fundamentaldaten massiv bewegen. Gelingt es der Aktie nicht, die 50-Tage-Linie bei rund 116 Euro zeitnah wieder zurückzuerobern, droht charttechnisch ein weiterer Test der jüngsten Tiefstände.
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