Alibaba Aktie: KI-Erfolg verpufft
Trotz technologischer Fortschritte bei Ant Groups Sprachmodell Ling-1T verliert die Alibaba-Aktie weiter an Wert. Analysten erwarten belastende Quartalszahlen durch hohe KI-Investitionen.

Kurz zusammengefasst
- Ant Group präsentiert KI-Modell mit Billion Parametern
- Alibaba-Aktie verliert trotzdem weiter an Wert
- Hohe KI-Investitionen belasten Quartalsergebnis
- Handelskonflikte verstärken Abwärtsdruck
Die Alibaba-Tochter Ant Group sorgt mit ihrem neuesten KI-Durchbruch für Aufsehen – doch die Aktie der Konzernmutter stürzt trotzdem ab. Das Problem: Anleger blicken bereits skeptisch auf die anstehenden Quartalszahlen.
Am Donnerstag präsentierte Ant Group ihr neues Open-Source-Sprachmodell Ling-1T mit einer Billion Parametern. Laut Unternehmen übertrifft das KI-System sowohl DeepSeeks V3.1-Terminus als auch OpenAIs GPT-5 bei wichtigen Coding-Benchmarks und mathematischen Aufgaben. „Künstliche Allgemeine Intelligenz sollte ein öffentliches Gut sein“, betonte Ant-CTO He Zhengyu.
Quartalszahlen im Fokus
Doch der technologische Fortschritt kann die Kursschwäche nicht stoppen. Die Alibaba-Aktie verlor am Freitag in Hongkong zeitweise 4 Prozent auf 166,80 HKD und setzte damit die Talfahrt der vergangenen Tage fort. Bereits am Donnerstag war der Titel unter Druck geraten.
Der Grund für die anhaltende Schwäche: Analysten erwarten belastende Quartalszahlen. Die massiven Investitionen in KI-Technologien dürften die Gewinnentwicklung im vergangenen Quartal erheblich gebremst haben. Besonders das Cloud-Segment, das eigentlich vom KI-Boom profitieren soll, verursacht zunächst hohe Kosten.
Trump-Schock verstärkt Druck
Verschärft wird die Lage durch neue Handelskrieg-Sorgen. US-Präsident Donald Trump drohte als Reaktion auf chinesische Export-Kontrollen bei seltenen Erden mit massiven Zollerhöhungen. Diese Ankündigung schickte nicht nur Alibaba, sondern alle China-Aktien auf Talfahrt.
Dabei hatte die Aktie seit dem Spätsommer noch eine beeindruckende Rally hingelegt – rund 59 Prozent Kursgewinn in drei Monaten. Treiber war die strategische Neuausrichtung auf Künstliche Intelligenz. Doch jetzt zeigt sich: Die hohen KI-Investitionen belasten die Bilanz schneller als erwartet.
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