Während Chinas Konsumflaute anhält, setzt Alibaba voll auf künstliche Intelligenz – und wird dafür von den Investoren belohnt. Der E-Commerce-Riese verpasste zwar die Umsatzerwartungen, doch die überraschend starke Profitabilität und das explosive Wachstum der Cloud-Sparte trieben die Aktie heute um über 12 Prozent nach oben. Die entscheidende Frage: Kann die KI die schwächelnde Kerntransaktion im Online-Handel langfristig kompensieren?
Cloud-Business mit Rückenwind
Der unbestrittene Star der Quartalszahlen ist Alibabas Cloud Intelligence Group. Mit einem Umsatz von 33,4 Milliarden Yuan (4,67 Milliarden Dollar) legte die Sparte satte 26 Prozent im Jahresvergleich zu – eine deutliche Beschleunigung gegenüber dem Vorquartal. Noch beeindruckender: Die AI-bezogenen Produkte verzeichnen bereits zum achten Mal in Folge ein dreistelliges Wachstum.
CEO Eddie Wu betonte die strategische Bedeutung: „Getrieben von der robusten KI-Nachfrage verzeichnete die Cloud Intelligence Group ein beschleunigtes Umsatzwachstum.“ Die verbesserte Profitabilität der Cloud-Sparte, gemessen am bereinigten EBITA von plus 26 Prozent, unterstreicht die erfolgreiche Monetarisierung der KI-Dienste.
E-Commerce unter Druck
Die Kehrseite der Medaille zeigt sich im Kerngeschäft: Der China-E-Commerce, der über 50 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht, wuchs zwar um 10 Prozent, doch die bereinigten Erträge brachen um 21 Prozent ein. Grund sind die massiven Investitionen in „Instant Commerce“ – Lieferungen innerhalb einer Stunde auf Taobao.
Der Wettbewerb im chinesischen E-Commerce hat sich deutlich verschärft. Konkurrenten wie Meituan und JD.com drängen ebenfalls in den Express-Liefersektor, was die Margen im gesamten Industriezweig unter Druck setzt.
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Chip-Entwicklung als Game-Changer
Besonders bemerkenswert: Berichte über die Entwicklung eines eigenen KI-Inference-Chips. Diese strategische Initiative zielt darauf ab, die Abhängigkeit von US-Halbleitern zu verringern und gleichzeitig die Cloud-Computing-Fähigkeiten zu stärken. Für Investoren signalisiert dies technologische Unabhängigkeit und langfristige Wettbewerbsvorteile.
Die starke Kapitalrückführung unterstreicht das Management-Vertrauen: 56 Millionen Aktien im Wert von 815 Millionen Dollar kaufte das Unternehmen zurück. Der Nettogewinn schoss zudem um 78 Prozent in die Höhe, teilweise begünstigt durch Beteiligungsgewinne und den Verkauf des türkischen E-Commerce-Unternehmens Trendyol.
Kann Alibaba den KI-Schub nutzen, um die Konsumflaute in China zu überbrücken? Die heutige Kursreaktion spricht eine klare Sprache – doch der anhaltende Wettbewerbsdruck im E-Commerce bleibt die große Herausforderung.
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