Der chinesische Tech-Konzern Alibaba ändert die Art und Weise, wie er mit Künstlicher Intelligenz Geld verdient. Anstatt klassische Software-Pakete zu verkaufen, setzt das Unternehmen künftig auf ein nutzungsbasiertes Token-Modell. Mit einer neuen Führungsstruktur und der frisch eingeführten Unternehmensplattform „Wukong“ bereitet sich der Konzern auf eine Wirtschaft vor, in der autonome KI-Agenten den Takt vorgeben.
Das Ende starrer Abonnements
Am Montag bündelte der Konzern seine diversen KI-Abteilungen in der neuen Geschäftseinheit „Alibaba Token Hub“ (ATH). CEO Eddie Wu übernimmt dabei direkt die Leitung. Der strategische Schwenk hat einen handfesten wirtschaftlichen Grund: Autonome KI-Agenten verbrauchen bei der Erledigung komplexer Aufgaben deutlich mehr Rechenkapazität als einfache manuelle Nutzeranfragen.
Ein granulares, nach Token-Verbrauch abgerechnetes Preismodell spiegelt diese neue Realität besser wider als herkömmliche Software-Abonnements. Alibaba erhofft sich durch diese Entkopplung von der traditionellen Cloud-Sparte eine effizientere Monetarisierung seiner Dienste in der schnell wachsenden KI-Ökonomie.
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Wukong zielt auf Unternehmenskunden
Flankiert wird der organisatorische Umbau von der neuen Plattform „Wukong“, die am Dienstag in eine geschlossene Testphase startete. Über eine zentrale Oberfläche können Firmenkunden hier verschiedene KI-Agenten verwalten, die Aufgaben wie Dokumentenbearbeitung, Freigabeprozesse oder Meeting-Zusammenfassungen automatisieren.
Die Software ist als eigenständige Anwendung verfügbar, wird aber auch tief in Alibabas Kollaborations-Tool DingTalk integriert. Geplante Schnittstellen zu Drittanbietern wie Microsoft Teams zeigen, dass Alibaba den Wettbewerb im Bereich der Unternehmenssoftware aktiv sucht. Um den Ressourcenverbrauch für Kunden überschaubar zu halten, führte das Unternehmen gleichzeitig ein spezielles Dateisystem ein, das den Token-Bedarf reduzieren soll.
Blick auf die Quartalszahlen
An der Börse muss sich die neue Strategie erst noch beweisen. Nach einem Kursrückgang von knapp 11 Prozent seit Jahresbeginn notiert die Aktie mit einem RSI von 26 aktuell im überverkauften Bereich. Investoren erhoffen sich nun konkrete Impulse von den Quartalszahlen für das dritte Fiskalquartal, die am morgigen Donnerstag anstehen. Analysten rechnen zwar mit steigenden Umsätzen, erwarten beim Gewinn je Aktie im Jahresvergleich allerdings einen Rückgang. Der Bericht wird erste Hinweise liefern, wie stark die massiven Investitionen in die KI-Forschung die aktuellen Bilanzen belasten.
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