Alibaba steht unter Druck. Vier Handelstage in Folge gibt die Aktie nach, am Mittwoch verliert sie weitere 0,8 Prozent auf 116 Euro. Der Zeitpunkt könnte kaum ungünstiger sein: Am Donnerstag legt der chinesische Tech-Riese seine Quartalszahlen vor – und die Erwartungen sind gedämpft. Während das Unternehmen Milliarden in KI und Cloud investiert, fragen sich Anleger: Zahlt sich die Transformation aus oder wiegen die Kosten schwerer als der Umsatz?
Gewinneinbruch erwartet
Die Prognosen für das dritte Geschäftsquartal 2026 fallen ernüchternd aus. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 1,68 US-Dollar – weniger als die Hälfte des Vorjahreswerts von 3,09 US-Dollar. Beim Umsatz rechnet die Wall Street mit rund 42 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 8 Prozent im Jahresvergleich.
Der Knackpunkt liegt in der Profitabilität. Im Vorquartal war das Cloud-Geschäft zwar um 34,5 Prozent gewachsen, doch massive Investitionen in Infrastruktur und Quick Commerce drückten auf die Margen. Das bereinigte EBITDA brach ein, der freie Cashflow rutschte ins Minus. Alibaba opfert kurzfristige Rentabilität für Marktanteile – eine Strategie, die bei Investoren auf geteiltes Echo stößt.
52 Milliarden für die KI-Offensive
Kein chinesisches Tech-Unternehmen investiert so aggressiv in Künstliche Intelligenz wie Alibaba. Über drei Jahre will der Konzern 52,4 Milliarden US-Dollar in KI- und Cloud-Infrastruktur pumpen. Die Qwen-Modellfamilie umfasst mittlerweile über 200 Open-Source-Modelle mit 300 Millionen Downloads weltweit – mehr als 100.000 abgeleitete Modelle sind daraus entstanden.
Die Zahlen klingen beeindruckend, doch die entscheidende Frage bleibt unbeantwortet: Wann schlägt sich der technologische Vorsprung in nachhaltigem Gewinnwachstum nieder? Der Donnerstag wird zeigen, ob Alibaba den Spagat zwischen Wachstumsinvestitionen und Profitabilität meistert.
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Geopolitik als Belastungsfaktor
Die jüngste Kursschwäche hat auch externe Gründe. US-Exportbeschränkungen für KI-Chips erschweren den Ausbau modernster Infrastruktur. Die Aufnahme auf eine Pentagon-Liste im Februar kostete das Unternehmen binnen Stunden Milliarden an Marktkapitalisierung. Diese geopolitischen Risiken wirken unabhängig von der operativen Performance – ein Faktor, den selbst die besten Quartalszahlen nicht neutralisieren können.
Analysten bleiben zuversichtlich
Trotz der aktuellen Schwäche hält die Mehrheit der Analysten an positiven Einschätzungen fest. Acht Kaufempfehlungen stehen eine Halte-Empfehlung gegenüber, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 195 Euro – rund 68 Prozent über dem aktuellen Niveau.
Am Donnerstag entscheidet sich, ob dieses Vertrauen gerechtfertigt ist. Anleger werden vor allem auf die Cloud-Margen, die Monetarisierung der KI-Tools und die Entwicklung im chinesischen Kerngeschäft achten. Die zentrale Frage lautet: Steigen die Kosten schneller als die Erlöse, oder zahlt sich die Transformation bereits aus?
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