Alibaba: Jefferies kürt Aktie zum Top-Pick
Jefferies und Nomura bekräftigen ihre Kaufempfehlungen; Alibaba profitiert laut Prognosen von starkem Cloud-Wachstum und effizienterem Quick Commerce.

Kurz zusammengefasst
- Jefferies hebt beide Kursziele an
- Cloud-Umsatz soll über 50 Prozent wachsen
- Nomura erwartet 53 Prozent Cloud-Zuwachs
- Quick-Commerce-Verluste gingen im Septemberquartal zurück
Zwei große Analysehäuser stellen sich heute hinter Alibaba und heben das florierende Geschäft mit Cloud-Diensten und künstlicher Intelligenz hervor. Jefferies ernannte den chinesischen Technologiekonzern am heutigen Freitag zu seiner Spitzenempfehlung im chinesischen Internetsektor und bekräftigte die Einstufung mit „Buy“. Zeitgleich bestätigte Nomura die Kaufempfehlung für das Papier. Im deutschen Handel kletterte die Notierung heute um 2,9 Prozent auf 97,00 Euro.
Die Experten von Jefferies hoben das Kursziel für die in den USA gehandelten Aktien von 190 auf 192 US-Dollar an. Für die Notierung in Hongkong wurde der Zielwert von 184 auf 186 Hongkong-Dollar nach oben angepasst. Jefferies begründet den Schritt mit einer soliden operativen Umsetzung in allen Geschäftsbereichen und rechnet mit einer weiteren Beschleunigung im laufenden Geschäftsjahr.
Sprung im Cloud- und KI-Segment
Im Mittelpunkt des Optimismus steht die Infrastruktursparte des Konzerns. Jefferies prognostiziert für die Sparte AI Cloud and Compute Services im Septemberquartal einen Umsatzanstieg von über 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 60,5 Milliarden Renminbi.
Die Segmentmarge soll dabei im Vergleich zum Vorquartal auf 12,3 Prozent zulegen. Auch für das gesamte Geschäftsjahr 2028 rechnet das Haus bei den Cloud-Erlösen mit einer jährlichen Wachstumsrate von mehr als 50 Prozent.
Nomura zeichnet ein ähnlich dynamisches Bild und veranschlagt für Alibaba Cloud im laufenden Jahr ein Erlösplus von 53 Prozent zum Vorjahr. Die EBITA-Marge des Segments taxiert das Haus auf 12 Prozent, nach 11,6 Prozent im vorangegangenen Juniquartal.
Nach Einschätzung von Jefferies soll das Ergebnis der Cloud-Sparte im Dezemberquartal zudem ausreichen, um anfallende Anlaufverluste aus den Bereichen AI Lab und Applications vollständig auszugleichen.
Nachlassender Gegenwind im Kerngeschäft
Flankiert wird der Ausbau der Recheninfrastruktur von einer schrittweisen Entlastung im Handelsgeschäft. Während Nomura die Erträge im traditionellen E-Commerce trotz anhaltender Herausforderungen als robust einstuft, verzeichnet Alibaba im Bereich Quick Commerce spürbare Effizienzgewinne.
Die Verluste in diesem Segment fielen im Septemberquartal geringer aus als im vorangegangenen Dreimonatszeitraum. Für den gesamten Konzernumsatz des Septemberquartals prognostiziert Jefferies einen Zuwachs von 9,6 Prozent im Jahresvergleich.
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