Alibaba: Qwen in 9 Automarken integriert
Alibaba integriert sein KI-Modell Qwen in Neun Autohersteller und verhandelt über DeepSeek-Beteiligung. Hohe Investitionen belasten jedoch den Gewinn.

Kurz zusammengefasst
- Qwen-KI in neun Autoherstellern integriert
- Gespräche über DeepSeek-Finanzierungsrunde
- Nettogewinn bricht um 66 Prozent ein
- Aktienkurs deutlich unter Jahreshoch
Alibaba webt sein KI-Modell tief in die chinesische Autoindustrie ein und greift nach Anteilen am Branchenpionier DeepSeek. Auf dem Papier liest sich das wie eine technologische Machtdemonstration. An der Börse dominiert hingegen Skepsis. Hohe Investitionskosten drücken auf die Margen und halten die Aktie tief im Minus.
Sprachsteuerung trifft auf E-Commerce
Pünktlich zum Start der Automesse in Peking am Freitag rollt der Konzern sein KI-Modell Qwen auf breiter Front aus. Neun große Fahrzeughersteller integrieren das System in ihre Bordcomputer, darunter Branchengrößen wie BYD, Geely und Li Auto. Fahrer können künftig per Sprachbefehl Essen bestellen, Hotels buchen oder Pakete verfolgen.
Der Schritt folgt einer klaren Logik. Der chinesische Markt für Elektroautos kühlt ab, Hersteller suchen händeringend nach Alleinstellungsmerkmalen im Softwarebereich. Alibaba nutzt diese Lücke, um sein eigenes Ökosystem aus Handels- und Reiseplattformen direkt ins Auto zu verlängern. Parallel dazu drängen auch Rivalen wie Tencent und ByteDance mit eigenen Assistenten in die Fahrzeugkabinen.
Milliardenpoker um DeepSeek
Abseits der eigenen Modelle greift der Konzern auch nach externer Innovation. Alibaba befindet sich in frühen Gesprächen über eine Finanzierungsrunde für den chinesischen KI-Entwickler DeepSeek. Das Startup strebt dabei eine Bewertung von über 20 Milliarden US-Dollar an.
Ein Abschluss ist noch offen. Ein Einstieg würde Alibaba jedoch nicht nur strategischen Einfluss sichern, sondern auch potenzielle neue Kunden für das eigene Cloud-Geschäft anbinden. Rechenzentren sind der Flaschenhals der KI-Entwicklung, und große Provider konkurrieren aggressiv um aufstrebende Startups.
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Hoher Preis für das Wachstum
Diese aggressive Expansion fordert ihren Tribut. Im abgelaufenen Quartal brach der Nettogewinn um 66 Prozent ein, weil das Management massiv in KI-Infrastruktur investierte. Das drückt auf die Stimmung am Finanzmarkt.
Die Alibaba-Aktie notiert aktuell bei rund 113 Euro und hat seit Jahresbeginn spürbar an Wert verloren. Vom 52-Wochen-Hoch im vergangenen Oktober ist das Papier mittlerweile knapp 30 Prozent entfernt. Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch, ignorieren die kurzfristige Gewinndelle und verweisen auf das starke Cloud-Wachstum.
Am 14. Mai präsentiert Alibaba die Zahlen für das nächste Quartal. Im Fokus steht dabei das Wachstum der Cloud Intelligence Group, die zuletzt ein Umsatzplus von 35 Prozent bei externen Kunden verbuchte. Hält diese Dynamik an, liefert das Management ein starkes Argument für die anhaltend hohen Infrastrukturkosten.
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