Allgeier Aktie: Nettogewinn verdoppelt auf 1,0 Million

Allgeier verdoppelt Halbjahresgewinn auf 1,0 Mio. Euro und treibt mit 10 Mio. Euro Investitionen die KI-Ausrichtung voran. Aktie bleibt trotzdem schwach.

Eduard Altmann ·
Abstrakte Darstellung einer modernen Büroumgebung als Symbol für unternehmerisches Wachstum und finanziellen Erfolg. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Nettogewinn verdoppelt auf 1,0 Mio. Euro
  • Umsatz wächst um zehn Prozent
  • Über zehn Mio. Euro KI-Investitionen geplant
  • Aufsichtsrat verkauft 16.000 Aktien

Das IT-Dienstleistungsunternehmen Allgeier hat im ersten Halbjahr 2026 eine deutliche Steigerung der Profitabilität erzielt. Wie aus dem am Freitag veröffentlichten Finanzbericht hervorgeht, konnte die Gesellschaft ihren Nettogewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 1,0 Millionen Euro verdoppeln. Parallel dazu treibt der Konzern seine strategische Ausrichtung auf Künstliche Intelligenz (KI) durch Investitionen und neue Partnerschaften voran.

Umsatzwachstum und operative Entwicklung

Im fortgeführten Geschäft verzeichnete Allgeier in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres einen Umsatzanstieg um 10 Prozent auf 162 Millionen Euro. Im Vorjahr hatten die Erlöse in diesem Bereich noch bei 147 Millionen Euro gelegen. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich zeitgleich um 6 Prozent auf 17,6 Millionen Euro, was einer operativen Marge von 10,5 Prozent entspricht.

Diese Kennzahlen beziehen sich auf die neu strukturierten Geschäftsbereiche, nachdem das Unternehmen im Mai den Verkauf der Allgeier Engineering GmbH mit Sitz in München vollzogen hatte. Die Entflechtung führte zu einer rückwirkenden Anpassung der Vergleichswerte für die verbliebenen Segmente.

Massive Investitionen in KI-Lösungen

Ein Schwerpunkt der künftigen Unternehmensentwicklung liegt auf der Modernisierung KI-basierter Softwareplattformen. Allgeier kündigte an, im laufenden Geschäftsjahr mehr als 10 Millionen Euro in diesen Bereich zu investieren. Ziel ist die Optimierung von Geschäftsprozesslösungen durch den Einsatz neuer Technologien.

Passend zu dieser Strategie gab die Tochtergesellschaft Allgeier Inovar gestern eine Kooperation mit der KI-Plattform Kauz.ai bekannt. Medienberichten zufolge soll diese Partnerschaft Kunden einen direkten Zugang zu europäischen Enterprise-KI-Lösungen ermöglichen. Damit positioniert sich das Unternehmen verstärkt als Anbieter souveräner KI-Infrastruktur im europäischen Raum.

Insider-Transaktion und Marktausblick

Abseits des operativen Geschäfts kam es am Freitag zu einer größeren Bewegung im Aktionärskreis. Laut einer Pflichtmitteilung veräußerte Carl Georg Dürschmidt, Mitglied des Aufsichtsrats, außerbörslich 16.000 Aktien zu einem Preis von 16,20 Euro je Anteilsschein. Das Gesamtvolumen der Transaktion belief sich auf 259.200 Euro. Käufer der Papiere war die Lantano Beteiligungen GmbH.

Trotz der positiven Gewinnentwicklung hat das Papier an der Börse derzeit einen schweren Stand. Seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie ein Minus von 24 Prozent. Mit einem aktuellen Kurs von 15,90 Euro notiert der Wert deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch von 24,40 Euro, das am 14. Januar erreicht wurde — der Abstand zu dieser Marke beträgt 35 Prozent.

Für das Gesamtjahr 2026 hält der Vorstand an seiner Prognose fest. Erwartet wird ein Umsatz zwischen 335 Millionen und 375 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA soll am Jahresende in einer Spanne von 46 Millionen bis 52 Millionen Euro liegen.

Um die Kapitalstruktur zu stützen, führt Allgeier zudem sein Aktienrückkaufprogramm fort. Zum Stichtag am 30. Juni hielt das Unternehmen bereits 456.905 eigene Aktien, was einem Anteil von knapp 4 Prozent am Grundkapital entspricht.

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Allgeier Aktie

15,40 EUR

– 0,25 EUR -1,60 %
KGV 43,33
Sektor Technologie
Div.-Rendite 6,41 %
Marktkapitalisierung 170,26 Mio. EUR
Ø Kursziel 24,00 EUR
ISIN: DE000A2GS633 WKN: A2GS63

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