Allianz Aktie: 1,6 Prozent zum 52-Wochen-Hoch
Die Allianz-Aktie nähert sich dem Jahreshoch, leidet aber unter technischer Überkauftheit. Fundamentaldaten und Aktienrückkäufe stützen den Kurs.

Kurz zusammengefasst
- RSI zeigt überkaufte Lage an
- Geschäftsvolumen von 28,3 Milliarden Euro
- Operativer Gewinn bei 2,411 Milliarden Euro
- Aktienrückkaufprogramm über 2,5 Milliarden Euro
Die Allianz-Aktie tastet sich ans Jahreshoch heran — aber der letzte Handelstag macht klar: Der Weg dahin wird zäh. Am Dienstag notierte der DAX-Konzern bei Xetra-Schluss bei 388,50 Euro, ein Minus von 0,59 Prozent. Dabei lag das Papier zwischenzeitlich noch rund ein Prozent höher. Ein typischer Tag für eine Aktie, die technisch fast komplett ausgereizt wirkt.
Überkauft und trotzdem gefragt
Der RSI liegt bei 82,1 Punkten — ein klares Zeichen für eine überkaufte Lage. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 394,80 Euro beträgt nur 1,6 Prozent. Gleichzeitig notiert die Aktie rund fünf Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Das Momentum ist da, aber die Luft wird dünner.
Seit Jahresbeginn steht die Allianz nahezu unverändert (minus 0,05 Prozent). Über zwölf Monate gerechnet liegt das Plus bei 10,3 Prozent. Das ist solide, aber nichts, was Euphorie auslösen müsste.
Starke Basis aus dem Versicherungsgeschäft
Die fundamentalen Daten untermauern den Kurs indes. Im ersten Quartal erzielte der Schaden- und Unfallbereich ein Geschäftsvolumen von 28,3 Milliarden Euro. Der operative Gewinn dieser Sparte betrug 2,411 Milliarden Euro, die Combined Ratio lag bei 91,0 Prozent — ein starker Wert, der zeigt, dass die Zechereinnahmen die Schäden und Kosten gut decken.
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Konzernweit bestätigte das Management den Ausblick: 17,4 Milliarden Euro operatives Ergebnis 2026, plus/minus eine Milliarde. Dazu eine Solvency-II-Quote von 221 Prozent — mehr Spielraum geht kaum.
Rückkauf als Stütze
Hinzu kommt das laufende Aktienrückkaufprogramm über bis zu 2,5 Milliarden Euro. Es läuft seit März und soll spätestens zum Jahresende abgeschlossen sein. Die eingezogenen Aktien reduzieren perspektivisch die Stückzahl — ein klassischer Kurstreiber, der aber Zeit braucht.
Der nächste offizielle Termin ist der 7. August, wenn der Halbjahresbericht erscheint. Bis dahin bleibt die Frage, ob die Allianz das April-Hoch von 394,80 Euro knackt. Die technische Überhitzung spricht für eine Verschnaufpause. Die fundamentalen Daten sprechen dagegen — sie geben dem Kurs ein festes Fundament.
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