Allianz Aktie: 4,5 Milliarden Euro Quartalsrekord
Allianz erzielt operatives Rekordergebnis von 4,5 Milliarden Euro im ersten Quartal. Der Aktienkurs bleibt trotz leichter Verluste fundamental gut gestützt.
Kurz zusammengefasst
- Operatives Rekordergebnis von 4,5 Milliarden Euro
- Kern-Nettogewinn steigt um 48,4 Prozent
- Erwartete Dividende von 18,37 Euro je Aktie
- Aktienrückkaufprogramm von bis zu 2,5 Milliarden Euro
Allianz liefert operativ stark ab, die Aktie wirkt trotzdem nicht überhitzt. Der Versicherer kommt mit Rekordzahlen aus dem Auftaktquartal, während der Kurs zuletzt leicht nachgab. Genau darin liegt der Reiz der Lage: Das Fundament stimmt, aber der Markt preist keine Euphorie ein.
Am Freitag schloss die Allianz-Aktie bei 384,10 Euro und verlor 0,83 Prozent. Auf Wochensicht steht dennoch ein Plus von 2,21 Prozent.
Rekordquartal stützt die Bewertung
Die Geschäftszahlen geben dem Kurs ein solides Rückgrat. Allianz erzielte im ersten Quartal ein operatives Rekordergebnis von 4,5 Milliarden Euro. Das Geschäftsvolumen erreichte 53 Milliarden Euro, das interne Wachstum lag bei 3,5 Prozent.
Getragen wurde die Entwicklung vor allem vom Schaden- und Unfallgeschäft sowie vom Asset Management. Der Kern-Nettogewinn der Aktionäre stieg auf 3,8 Milliarden Euro, ein Plus von 48,4 Prozent. Damit bleibt der Konzern auf Kurs für sein operatives Jahresziel von 17,4 Milliarden Euro.
Das ist mehr als nur ein starkes Quartal. Die Zahlen zeigen, dass Allianz in zwei zentralen Geschäftsbereichen gleichzeitig Schwung hat: im klassischen Versicherungsgeschäft und in der Kapitalverwaltung. Diese Kombination macht den Konzern weniger abhängig von einer einzelnen Ertragsquelle.
Dividende und Rückkäufe bleiben ein Argument
Auch die Kapitalrückführung bleibt ein wichtiger Baustein der Anlagestory. Erwartet wird eine Dividende von 18,37 Euro je Aktie, nach 17,10 Euro im Vorjahr. Für einkommensorientierte Investoren bleibt die Aktie damit im Versicherungssektor gut positioniert.
Hinzu kommt das laufende Aktienrückkaufprogramm von bis zu 2,5 Milliarden Euro. Im ersten Quartal waren davon bereits 0,3 Milliarden Euro abgeschlossen. Das stützt zwar keinen Kurs automatisch, signalisiert aber, dass der Vorstand überschüssiges Kapital konsequent an Aktionäre zurückführt.
Kursbild: Nähe zum Hoch, aber nicht teuer gelaufen
Technisch steht die Aktie weiterhin robust da. Der Kurs liegt 2,71 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 394,80 Euro und 4,01 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt. Der Abstand zeigt: Der Aufwärtstrend ist intakt, ohne dass der Titel bereits weit enteilt wirkt.
Ein kleiner Warnhinweis kommt vom RSI bei 71,0. Das deutet kurzfristig auf eine angespannte technische Lage hin. Nach dem Lauf der vergangenen Monate wären Gewinnmitnahmen daher keine Überraschung.
Für die neue Handelswoche zählt vor allem, ob die Aktie den Bereich um die gleitenden Durchschnitte weiter verteidigt. Solange die operativen Zahlen tragen und die Kapitalrückflüsse laufen, bleibt der jüngste Kursrückgang eher eine Verschnaufpause als ein Bruch der Story.
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