Historisches Betriebsergebnis, eine kräftig erhöhte Dividende und ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm — und trotzdem zeigt sich der Markt wenig beeindruckt. Der Grund: Der Ausblick für 2026 enttäuscht. Die Allianz-Aktie notiert seit Jahresbeginn rund neun Prozent im Minus.
Operative Stärke auf ganzer Linie
Das Geschäftsjahr 2025 lässt sich für Allianz mit einem Wort beschreiben: Rekord. Das operative Ergebnis kletterte um 8,4 Prozent auf 17,4 Milliarden Euro — der höchste Wert der Unternehmensgeschichte. Der bereinigte Jahresüberschuss stieg auf 11,1 Milliarden Euro, das Ergebnis je Aktie auf 28,61 Euro.
Besonders stark war die Schaden- und Unfallversicherung. Das Segment legte beim operativen Ergebnis um 13,9 Prozent auf knapp neun Milliarden Euro zu. Diszipliniertes Underwriting und vergleichsweise geringe Naturkatastrophenbelastungen drückten die Schaden-Kosten-Quote auf 92,2 Prozent. Im Asset Management wuchs das verwaltete Vermögen auf einen Rekordwert von 1,99 Billionen Euro.
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Aktionäre profitieren — vorerst
Der Konzern lässt seine Aktionäre spürbar am Erfolg teilhaben. Die Dividende steigt um elf Prozent auf 17,10 Euro je Aktie. Zudem startet im März ein neues Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 2,5 Milliarden Euro, das bis Ende 2026 abgeschlossen sein soll. Die zurückgekauften Aktien werden eingezogen, was die verbleibende Aktienzahl schrumpft und den Gewinn je Aktie rechnerisch stützt. Schon 2025 hatte Allianz über zwei Milliarden Euro in eigene Aktien investiert.
Verhaltener Ausblick belastet den Kurs
Was den Markt beschäftigt, ist die Zielvorgabe für 2026: ein operatives Ergebnis zwischen 16,4 und 18,4 Milliarden Euro. Die Spanne umfasst damit das Vorjahresniveau — Wachstum ist darin nicht eingepreist. Anleger interpretierten das als Signal der Stagnation, die Aktie geriet unter Druck.
Allerdings hat Allianz seine Jahresprognose in den vergangenen Jahren regelmäßig im Laufe des Jahres angehoben. Ob der konservative Einstieg in 2026 wieder nur taktische Vorsicht ist, dürfte sich spätestens mit den Q1-Zahlen am 13. Mai zeigen. Zuvor erscheint am 13. März der vollständige Geschäftsbericht, am 7. Mai folgt die Hauptversammlung.
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