Die Allianz hat heute ihre Zahlen für 2025 vorgelegt – und liefert auf den ersten Blick genau das ab, was Anleger erwarten dürfen: Rekordgewinn, höhere Dividende, Aktienrückkäufe. Trotzdem sackt die Aktie ab. Was steckt dahinter?
Der Münchner Versicherungsriese steigerte seinen operativen Gewinn um gut acht Prozent auf knapp 17,4 Milliarden Euro. Unterm Strich blieben 10,8 Milliarden Euro hängen – ein Plus von 8,5 Prozent. Die Dividende klettert um elf Prozent auf 17,10 Euro je Aktie. Dazu kommt ein Aktienrückkaufprogramm über 2,5 Milliarden Euro. Eigentlich Grund genug für Kursfeuerwerk.
Börse bleibt skeptisch
Doch die Aktie verlor am Donnerstag 0,7 Prozent auf 378,90 Euro und gehörte damit zu den schwächeren DAX-Werten. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von rund drei Prozent zu Buche. Der Grund für die Zurückhaltung dürfte im Ausblick liegen: Vorstandschef Oliver Bäte peilt für 2026 einen operativen Gewinn zwischen 16,4 und 18,4 Milliarden Euro an – eine Spanne von jeweils einer Milliarde Euro nach oben und unten. Analysten hatten zuletzt bereits 18 Milliarden Euro auf dem Zettel.
Die Vorsicht ist wohl auch den Erneuerungsrunden im Januar in der Rückversicherung geschuldet. Allerdings: Meist war die Allianz beim Ertrag einen Schnaps besser als angekündigt.
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Naturkatastrophen spielten mit
Besonders stark entwickelte sich das Schaden- und Unfallgeschäft. Der operative Gewinn der Sparte sprang um 14 Prozent auf knapp neun Milliarden Euro nach oben. Ein Glücksfall: Die Naturkatastrophenschäden fielen mit gut 1,1 Milliarden Euro vergleichsweise niedrig aus – 2024 hatte die Allianz dafür noch fast 1,8 Milliarden Euro bezahlen müssen.
Weniger dynamisch verlief das Lebens- und Krankengeschäft mit einem Plus von knapp zwei Prozent auf 5,6 Milliarden Euro. Im Fondsgeschäft, zu dem Pimco und Allianz Global Investors gehören, legte der operative Gewinn um gut drei Prozent auf 3,3 Milliarden Euro zu. Ohne den starken Euro hätte der Anstieg fast sieben Prozent betragen. Das verwaltete Vermögen kletterte auf ein Rekordhoch von 1,99 Billionen Euro.
Wer die Aktie seit drei Jahren hält, darf sich trotz der aktuellen Schwäche über einen Kursgewinn von rund 75 Prozent freuen – plus üppige Dividenden Jahr für Jahr.
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