Allianz Aktie: Wachstumsfreude allenthalben!

Die Allianz verliert im AM-Best-Ranking den Spitzenplatz an Berkshire Hathaway, verzeichnet aber weiteres Vermögenswachstum und punktet mit einer Dividendenrendite von rund 4 %.

Kurz zusammengefasst:
  • Rang zwei im globalen Versicherer-Ranking
  • Vermögenswerte wachsen um über 6 Prozent
  • Dividendenrendite liegt bei knapp 4 Prozent
  • Aktie konsolidiert auf hohem Kursniveau

Berkshire Hathaway löst Allianz im AM-Best-Ranking als größten Versicherer nach Vermögenswerten ab – eine Schlagzeile, die zunächst nach Bedeutungsverlust klingt. Doch beim genaueren Hinsehen zeigt sich: Operativ bleibt der Münchner Konzern solide unterwegs, die Bilanz wächst weiter, und die Dividende bleibt ein zentrales Argument. Wie ist dieser Platzwechsel also einzuordnen?

Allianz rutscht auf Rang zwei – aber wächst weiter

Die Ratingagentur AM Best hat im Januar 2026 ihre aktuelle Rangliste der weltweit größten Versicherer nach sogenannten Non-Banking Assets veröffentlicht. In diesem Ranking kommt es an der Spitze zu einem Tausch:

Allianz

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Heute: -
7 Tage: -
  • Neue Nummer 1: Berkshire Hathaway mit Vermögenswerten von rund 1,15 Billionen US‑Dollar
  • Platz 2: Allianz mit etwa 1,09 Billionen US‑Dollar
  • Asset-Wachstum Allianz: +6,2 % gegenüber dem Vorjahr

Trotz des Rückfalls auf Rang zwei signalisiert dieses Bild keine Schwäche. Die Vermögenswerte des Konzerns sind im Jahresvergleich deutlich gewachsen. Für den Markt zählt damit weniger die genaue Rangposition als die Richtung der Entwicklung – und die zeigt bei der Allianz nach wie vor nach oben.

Entsprechend fällt die Reaktion an der Börse ruhig aus. Heute notiert die Aktie mit rund 393,80 Euro nur leicht über dem Vortagesschluss und damit auf einem weiterhin hohen Niveau. Die moderate Tagesbewegung von 0,20 % unterstreicht, dass Investoren den Rangwechsel eher als statistische Verschiebung werten.

Dividende bleibt zentrales Argument

Ein wesentlicher Baustein der Investmentstory ist und bleibt die Ausschüttungspolitik. Auf Basis der zuletzt gezahlten Dividende und des aktuellen Kursniveaus liegt die Dividendenrendite derzeit bei knapp 4,0 % (rund 3,92 bis 3,97 %, je nach Berechnungsgrundlage).

Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Dividendenrendite nahe 4 %
  • Solides Wachstum der Vermögenswerte um 6,2 %
  • Rang 2 weltweit nach Non-Banking Assets hinter Berkshire Hathaway
  • Kurs in der Nähe der oberen Handelsspanne der vergangenen Monate

Im Markt wird darüber spekuliert, dass die Ausschüttung im laufenden Jahr weiter angehoben werden könnte. Diese Aussicht stützt vor allem Anleger, die auf regelmäßige Erträge setzen. Die Kombination aus Ertragsprofil und Bilanzqualität sorgt dafür, dass sich viele Analysten mit ihren Einschätzungen eher auf der positiven Seite positionieren.

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Die solide Kapitalausstattung in Verbindung mit moderatem Wachstum bei den Assets wird von Experten als Fundament gesehen, das das aktuelle Bewertungsniveau rechtfertigt. Dass der Titel auf Jahressicht deutlich zugelegt hat und aktuell mit knapp 10 % über seinem 200‑Tage-Durchschnitt von 359,61 Euro notiert, passt in dieses Bild einer stabilen, aber nicht überhitzten Entwicklung.

Chartbild: Konsolidierung auf hohem Niveau

Aus technischer Sicht bewegt sich die Allianz Aktie in einer komfortablen Zone. Mit rund 393,80 Euro liegt der Kurs deutlich über den zentralen Durchschnittslinien der vergangenen Monate:

  • 50‑Tage-Durchschnitt: 379,25 Euro (Abstand ca. 3,8 %)
  • 100‑Tage-Durchschnitt: 367,65 Euro
  • 200‑Tage-Durchschnitt: 359,61 Euro (Abstand ca. 9,5 %)

Auf Sicht von zwölf Monaten ergibt sich ein Anstieg von gut 32 %, während der Titel seit Jahresanfang nur moderat zugelegt hat. Damit zeigt sich eine Phase der Konsolidierung nach einem starken Vorjahr. Der aktuelle Relative-Stärke-Index (RSI) von 37,3 signalisiert keine extreme Überkauft- oder Überverkauft-Situation, sondern eher ein unspektakuläres, aber stabiles Umfeld.

Der Abstand von rund 14 % zum 52‑Wochen-Hoch von 460,12 Euro verdeutlicht, dass der Markt nach der vorherigen Rally bereits ein Stück weit Luft abgelassen hat, ohne dass das langfristige Bild beschädigt wurde.

Fazit: Platzwechsel ohne Bruch in der Story

Der Verlust der Spitzenposition im AM-Best-Ranking an Berkshire Hathaway ist in erster Linie ein statistischer Effekt und kein Hinweis auf eine operative Schwäche der Allianz. Die Vermögenswerte wachsen weiter, die Kapitalbasis gilt als solide, und die Aktie konsolidiert nach einem starken Jahr in einer komfortablen Zone über den zentralen Durchschnittslinien.

Für die kommenden Monate wird entscheidend sein, ob der Konzern seine Linie aus moderatem Wachstum und verlässlicher Ausschüttung fortsetzt. Gelingt dies, bleibt die Kombination aus stabiler Bilanz, rund 4 % Dividendenrendite und einem im historischen Vergleich robusten Kursniveau ein zentrales Merkmal des Papiers.

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