Allianz: Jörg Schneider folgt Diekmann im Aufsichtsrat
Der Versicherungsriese Allianz bündelt Hauptversammlung, Dividende und Quartalsbericht in wenigen Maitagen. Anleger blicken gespannt auf die Termine.

Kurz zusammengefasst
- Hauptversammlung am 7. Mai
- Rekorddividende von 17,10 Euro
- Verschärfte Regeln für Vorstandsvergütung
- Quartalszahlen am 13. Mai
Für Aktionäre der Allianz rückt eine der dichtesten Wochen des Börsenjahres näher. Innerhalb weniger Tage bündelt der Münchner Versicherungskonzern im Mai Hauptversammlung, Dividendenausschüttung und Quartalszahlen. Der Kursverlauf spiegelt die Vorfreude wider. Mit aktuell 388,00 Euro notiert das Papier nach einem starken Monat knapp unter dem erst kürzlich markierten 52-Wochen-Hoch.
Führungswechsel und Rekordausschüttung
Den Auftakt macht das Aktionärstreffen in der Münchner Olympiahalle. Auf der Agenda steht ein weitreichender Wechsel an der Aufsichtsratsspitze. Der frühere Munich-Re-Finanzvorstand Jörg Schneider ist als Nachfolger für den ausscheidenden Vorsitzenden Michael Diekmann vorgeschlagen.
Parallel dazu stimmen die Anteilseigner über die Gewinnausschüttung ab. Das Management schlägt nach einem Rekordgewinn im Vorjahr eine Dividende von 17,10 Euro je Aktie vor.
Um den Überblick zu behalten, sind für Investoren folgende Stichtage relevant:
* 7. Mai: Hauptversammlung in München
* 8. Mai: Ex-Dividenden-Tag
* 12. Mai: Auszahlung der Dividende
* 13. Mai: Veröffentlichung der Q1-Zahlen
Strengere Regeln für die Chefetage
Ein weiterer Tagesordnungspunkt betrifft die Vorstandsvergütung. Das neue System verknüpft die langfristigen Boni künftig enger an die reale Aktionärsrendite. Entwickelt sich die Allianz-Aktie über vier Jahre um mehr als 25 Prozentpunkte schlechter als der STOXX Europe 600 Insurance Index, verfallen die Zahlungen. Zuvor lag diese Toleranzschwelle bei 50 Prozentpunkten.
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Insolvenzen als operativer Stresstest
Abseits der Personalien rückt das operative Geschäft zügig wieder in den Fokus. Ein strukturelles Risiko bildet die Kreditversicherungstochter Allianz Trade. Weltweit kletterten die Unternehmensinsolvenzen zuletzt spürbar, in Deutschland registrierten die Behörden einen Anstieg um elf Prozent. Für das laufende Jahr rechnet die Sparte mit einer weiteren Zunahme der Ausfälle.
Erste Hinweise auf die Belastbarkeit des Portfolios liefert der Konzern Mitte Mai mit dem Quartalsbericht. Für das Gesamtjahr peilt der Vorstand ein operatives Ergebnis von rund 17,4 Milliarden Euro an.
Die anstehenden Zahlen müssen belegen, ob dieses Fundament trotz der konjunkturellen Gegenwinde trägt. Hält die operative Stabilität im ersten Quartal, rückt für die Aktie ein Ausbruch über den Widerstand bei 394,80 Euro in greifbare Nähe.
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