Almonty Aktie: 19,00 Dollar Mindestpreis mit SeAH M&S
Almonty sichert sich mit einem Abnahmevertrag für das Molybdän-Projekt Sangdong eine zweite Einnahmequelle und treibt die Korean Trinity voran.

Kurz zusammengefasst
- Exklusiver Abnahmevertrag mit SeAH M&S
- Mindestpreis von 19 US-Dollar je Pfund
- Bohrergebnisse bestätigen hohe Erzgehalte
- Umsatz im ersten Quartal um 221 Prozent gesteigert
Südkorea hat ein Molybdän-Problem. Über 90 Prozent der nationalen Versorgung stammen aus China — und die Lagerbestände sind so knapp, dass die Regierung öffentlich private Unternehmen auffordert, eigene Quellen zu sichern. Almonty Industries sitzt buchstäblich auf einer Lösung.
Bohrkampagne bestätigt historische Erzgehalte
Das Unternehmen treibt sein Bohrprogramm am Sangdong Molybdän-Projekt in der Provinz Gangwon voran. Bislang hat Almonty rund 37 Prozent der geplanten 26 Bohrlöcher abgeschlossen — bei insgesamt 12.000 Metern Gesamtlänge. Die bisherigen Assay-Ergebnisse bestätigen die historischen Erzgehalte.
Almonty hat bereits eine erste abgeleitete Ressource von 21,48 Millionen Tonnen bei einem Gehalt von 0,26 Prozent MoS₂ erklärt. Das entspricht 55.800 Tonnen MoS₂. Dieser Molybdängehalt zählt zu den höchsten in Südostasien und liegt deutlich über dem globalen Durchschnitt — sowohl für primäre Molybdänminen als auch für Nebenproduktbetriebe.
Der Molybdänspot-Preis ist im vergangenen Jahr um rund 23,5 Prozent gestiegen. Das verbessert die Projektökonomie erheblich.
Abnahmevertrag mit festem Mindestpreis
Der Käufer steht bereits fest. Almonty hat einen exklusiven Abnahmevertrag mit SeAH M&S abgeschlossen — einer Tochter der SeAH Group und Südkoreas größtem Molybdänverarbeiter. Der Vertrag deckt 100 Prozent der Produktion über die gesamte Minenlebensdauer ab.
Der vereinbarte Mindestpreis liegt bei 19,00 US-Dollar je Pfund. Das sichert Almonty nach unten ab, unabhängig von künftigen Preisschwankungen. Die Mine verfügt bereits über alle Bergbau- und Umweltgenehmigungen. Die erste Produktion ist für Ende 2026 geplant. Historische Regierungsdaten legen eine Minenlebensdauer von 60 Jahren nahe — bei einer Jahreskapazität von rund 5.600 Tonnen Molybdän.
Die „Korean Trinity“ nimmt Form an
Das Molybdän-Projekt ist kein Einzelprojekt. Es bildet zusammen mit der Sangdong-Wolframmine und einer geplanten Wolframoxid-Anlage das, was Almonty die „Korean Trinity“ nennt: eine vollständig integrierte Wertschöpfungskette für strategische Mineralien.
Die Sangdong-Wolframmine nahm im März 2026 nach mehr als drei Jahrzehnten Stillstand den Betrieb wieder auf. Sie verarbeitet derzeit rund 640.000 Tonnen Erz pro Jahr und produziert etwa 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat. Eine Phase-2-Erweiterung soll den Durchsatz bis 2027 auf 1,2 Millionen Tonnen verdoppeln.
Starkes erstes Quartal, massive Liquidität
Finanziell läuft es. Im ersten Quartal 2026 steigerte Almonty den Umsatz um 221 Prozent auf 25,4 Millionen Kanadische Dollar. Das bereinigte EBITDA lag bei 6,1 Millionen Kanadischen Dollar — nach einem Verlust von 2,4 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der operative Cashflow betrug 9,7 Millionen Kanadische Dollar.
Hinzu kommt eine außergewöhnliche Liquiditätsposition. Per 31. März 2026 hielt Almonty 259,9 Millionen Kanadische Dollar in bar. Eine Wandelanleihe-Emission im Juni brachte netto rund 772,7 Millionen US-Dollar ein. Einen Teil davon will das Unternehmen für Akquisitionen nutzen.
Passend zur Wachstumsphase hat Almonty Jorge Beristain als neuen CFO eingesetzt, der seit 1. Juni 2026 im Amt ist. Beristain kommt von Ryerson Holding Corp, einem Metalldienstleister mit 5 Milliarden US-Dollar Umsatz, und war zuvor Managing Director für Metall- und Bergbau-Aktienresearch bei Deutsche Bank Securities. Mit dem Molybdän-Projekt, der laufenden Wolframproduktion und einer Kriegskasse im dreistelligen Millionenbereich hat Almonty nun die Mittel, um alle drei Säulen der „Korean Trinity“ parallel voranzutreiben.
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