Almonty Aktie: 37 Prozent Molybdän-Bohrungen abgeschlossen
Almonty Industries schließt 37 Prozent der Molybdän-Bohrungen ab. Finanzierung für Wolfram-Erweiterung gesichert, Produktion läuft profitabel.

Kurz zusammengefasst
- Bohrungen bestätigen historische Erzqualität
- Molybdän-Preis steigt um 23,5 Prozent
- Finanzierung von 772,7 Millionen US-Dollar
- Wolfram-Produktion erstmals profitabel
Südkorea hat ein Molybdän-Problem. Die heimische Industrie sucht dringend nach Reserven des Metalls, das Stahl hitze- und korrosionsbeständig macht. Almonty Industries positioniert sich genau dort — und das mit wachsender Schlagkraft.
Bohrprogramm bestätigt historische Erzgehalte
Am Sangdong-Molybdän-Projekt hat Almonty rund 37 Prozent seines geplanten 26-Loch-Bohrprogramms abgeschlossen. Die ersten Ergebnisse bestätigen historische Erzgehalte und validieren die Qualität des Vorkommens. Das Projekt liegt direkt neben Almontys Flaggschiff, der Sangdong-Wolframmine.
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Molybdän-Spotpreise sind in den vergangenen zwölf Monaten um rund 23,5 Prozent gestiegen. Treiber sind die Halbleiter- und Rüstungsindustrie. Noch 63 Prozent des Bohrprogramms stehen aus — erst dann lässt sich eine formale Ressourcenschätzung erstellen.
Finanzierung gesichert, Produktion läuft
Die Explorationsnachricht folgt auf eine milliardenschwere Finanzierungsrunde. Almonty hat rund 772,7 Millionen US-Dollar Nettoerlös über überzeichnete Wandelanleihen eingesammelt. Die Papiere laufen bis 2031 zu 2,25 Prozent Zinsen, der Wandlungspreis liegt bei 27,40 US-Dollar je Aktie.
Das Geld fließt in die Phase-2-Erweiterung von Sangdong. Phase 1 der Wolframmine erreichte im März 2026 die kommerzielle Produktion. Im ersten Quartal 2026 meldete Almonty einen Umsatz von 25,4 Millionen Kanadischen Dollar — ein Anstieg von 221 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das bereinigte EBITDA lag bei 6,1 Millionen Kanadischen Dollar. Erstmals schreibt das Projekt schwarze Zahlen.
Rüstungslogik und US-Präsenz
Almonty hat seinen Hauptsitz kürzlich nach Dillon, Montana verlegt. Kein Zufall: Das Gentung-Projekt in Montana soll Wolfram für Rüstungskonzerne wie Lockheed Martin und RTX liefern — für Patriot- und Tomahawk-Raketensysteme.
Der Hintergrund ist Chinas Exportbeschränkungen für kritische Mineralien, die Anfang 2025 in Kraft traten. Ab 2027 verbieten neue US-Vorschriften den Einsatz von chinesischem Wolfram in Militäranwendungen. Almonty als westlicher Produzent rückt damit in eine strategisch kaum zu überschätzende Rolle.
Die Aktie stieg am 25. Juni 2026 um 2,1 Prozent auf 14,80 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 89 Prozent zugelegt. Wie hoch das Kurspotenzial letztlich ist, hängt wesentlich davon ab, welche Ressourcengröße die verbleibenden Bohrungen am Sangdong-Molybdän-Projekt ergeben.
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