Almonty Aktie: 498 Prozent Umsatzplus im zweiten Quartal
Almonty sichert sich Kapital von 246,79 Mio. US-Dollar, während Großanleger ihre Positionen massiv ausbauen und der Umsatz im Q2 um 498% steigt.

Kurz zusammengefasst
- Kapitalerhöhung von 246,79 Mio. US-Dollar
- BlackRock und T. Rowe Price erhöhen Anteile
- Umsatzplus von 498% im Q2 2026
- Liefervertrag mit Plansee verlängert
Almonty Industries hat im August Schelfregistrierungen eingereicht, die die Ausgabe von Stammaktien im Gesamtwert von rund 246,79 Millionen US-Dollar ermöglichen. Ein Teil davon entfällt auf ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm. Die Maßnahme gibt dem Wolframproduzenten finanziellen Spielraum, kommt aber zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Aktionärsstruktur des Unternehmens bereits spürbar verschoben hat.
Institutionelle Anleger bauen Positionen radikal um
Im zweiten Quartal 2026 griffen mehrere Schwergewichte des passiven und aktiven Fondsmanagements bei Almonty zu. BlackRock stockte um gut sechs Millionen Aktien auf, was einem geschätzten Investitionsvolumen von rund 100,6 Millionen Dollar entspricht. T. Rowe Price Associates und die zugehörige Investment-Management-Einheit legten zusammengenommen mehr als zehn Millionen Aktien für zusammen rund 178 Millionen Dollar nach.
Auf der Gegenseite zogen sich andere Investoren vollständig oder größtenteils zurück. Cooper Creek Partners und Encompass Capital Advisors bauten ihre Bestände komplett ab, Goldman Sachs Group reduzierte seine Position um mehr als vier Fünftel.
Ein solcher Wechsel von kurzfristig orientierten Adressen hin zu langfristig ausgerichteten Vermögensverwaltern gilt gemeinhin als Signal wachsenden institutionellen Vertrauens in die operative Entwicklung eines Unternehmens.
Fundament liefert die operative Wende
Der Hintergrund dieser Umschichtungen liegt in den Zahlen, die Almonty Anfang August vorlegte. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal 2026 um 498 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 43,0 Millionen kanadische Dollar.
Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 181,8 Millionen kanadischen Dollar, nach einem Verlust von 58,2 Millionen kanadischen Dollar im Vorjahresquartal. Treiber war vor allem die Preisentwicklung am Wolframmarkt: Der durchschnittliche europäische APT-Preis kletterte auf rund 3.075 US-Dollar je MTU, gegenüber 453 US-Dollar je MTU ein Jahr zuvor.
Parallel dazu erweiterte Almonty im Juli seinen langjährigen Liefervertrag mit Global Tungsten & Powders, einem Unternehmen der österreichischen Plansee-Gruppe. Die Vertragslaufzeit für Wolframkonzentrat aus der Phase I der Sangdong-Mine wurde von 15 auf 21 Jahre verlängert, das kontrahierte Volumen um 40 Prozent auf 4,41 Millionen MTU erhöht.
Die verbesserten Konditionen sollen die erwarteten jährlichen Vertragserlöse um mindestens 30 Millionen US-Dollar steigern, auf insgesamt 490 Millionen US-Dollar über die gesamte Laufzeit bei aktuellen Preisen.
Kapitalpolster und Ausblick
Die Barmittel des Unternehmens wuchsen zum 30. Juni 2026 auf rund 1,23 Milliarden kanadische Dollar, verglichen mit 268,4 Millionen kanadischen Dollar zum Jahresende 2025. Diese Liquidität speist sich unter anderem aus einer im Juni platzierten Wandelanleihe über 800 Millionen US-Dollar.
Vor diesem Hintergrund wirkt die neue Schelfregistrierung weniger wie ein Zeichen finanzieller Not, sondern eher wie ein vorsorglicher Baukasten für künftige Kapitalmaßnahmen – etwa im Zuge des laufenden Übergangs von Sangdong in den kommerziellen Bergbaubetrieb.
Für Anleger bleibt die zentrale Frage, ob die institutionelle Neuausrichtung von kurzfristigen zu langfristig orientierten Investoren anhält. Angesichts der operativen Fortschritte und der gestiegenen Vertragswerte mit Plansee dürfte das Interesse großer Vermögensverwalter an Almonty vorerst bestehen bleiben.
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