Almonty Aktie: 99 Prozent Kurspotenzial nach Sangdong-Start
Analysten sehen bei Almonty fast 100 Prozent Kurspotenzial dank Produktionsstart der Sangdong-Mine und erweitertem Abnahmevertrag.

Kurz zusammengefasst
- Kursziel auf 38,90 CAD angehoben
- Sangdong-Mine startet Betrieb
- Abnahmevertrag bis 2040er verlängert
- Aktie bleibt unter 52-Wochen-Hoch
Ein Wolfram-Produzent aus Kanada schafft es selten in die Schlagzeilen. Bei Almonty Industries lohnt sich der Blick trotzdem: Die Analysten von Sphene Capital sehen nach dem Start der Sangdong-Mine in Südkorea fast hundert Prozent Kurspotenzial. Grund dafür sind gleich zwei Meilensteine binnen weniger Wochen.
Analyst sieht fast 100 Prozent Potenzial
Sphene-Capital-Analyst Peter Thilo Hasler bestätigte am Montag seine Kaufempfehlung für Almonty. Das Kursziel steigt von 37,40 auf 38,90 kanadische Dollar. Gemessen am Schlusskurs von 19,53 CAD entspricht das einem Aufwärtspotenzial von rund 99 Prozent.
Hasler begründet die Anhebung mit zwei Entwicklungen: dem erweiterten Abnahmevertrag mit Global Tungsten & Powders und dem Übergang der Sangdong-Mine von der Bauphase in den aktiven Betrieb.
Sangdong-Mine nimmt Betrieb auf
Die Verarbeitungsanlage in Südkorea läuft. Almonty speist seit diesem Monat gelagertes Roherz in die neu in Betrieb genommene Anlage ein. Der Lagerbestand umfasst rund 139.700 Tonnen Erz mit einem durchschnittlichen Wolframtrioxid-Gehalt von 0,25 Prozent.
Das Management beziffert den Bruttowert dieses Bestands auf etwa 68 Millionen US-Dollar. Analysten werten den Produktionsstart als klassisches De-Risking-Ereignis. Das Unternehmen verlässt die reine Entwicklungsphase und beginnt, Umsätze zu generieren.
Vertrag sichert Lieferungen bis in die 2040er Jahre
Den zweiten Baustein liefert die Neuverhandlung mit GTP, einer Tochter der Plansee-Gruppe. Der Vertrag deckt etwa 90 Prozent der Phase-I-Produktion aus Sangdong ab. Die Laufzeit wurde auf 21 Jahre verlängert – Lieferungen sind damit bis in die späten 2040er Jahre gesichert.
Die verbindliche Liefermenge steigt um 40 Prozent auf 4,41 Millionen MTU. Zusätzlich erhöht sich die Preisformel um 6,3 Prozent. Das soll mindestens 30 Millionen US-Dollar zusätzlichen Jahresumsatz bringen, über die gesamte Vertragslaufzeit summiert sich das auf etwa 630 Millionen US-Dollar beim aktuellen Preisniveau.
Kurs unter Druck trotz guter Nachrichten
Die operativen Fortschritte spiegeln sich im Aktienkurs bislang kaum wider. Almonty notiert derzeit 41,44 Prozent unter dem im April erreichten 52-Wochen-Hoch von 33,35 CAD. Über den 200-Tage-Durchschnitt von 19,00 CAD liegt die Aktie dagegen noch knapp 2,77 Prozent – der langfristige Aufwärtstrend bleibt damit technisch intakt.
Die Diskrepanz zwischen operativem Fortschritt und Kursverlauf dürfte Anleger in den kommenden Wochen beschäftigen. Im Fokus steht dabei die Hochlaufkurve der Phase I in Sangdong. Eine mögliche Phase-II-Erweiterung, die die Verarbeitungskapazität verdoppeln könnte, ist in den bestehenden Abnahmeverträgen noch nicht enthalten.
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